McDonald’s und Subway Von „Sandwich Artists“ und grauen Hähnchenfetzen

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Kein Publikum für den Bio-Burger
Diese Fast-Food-Läden stürmen die Deutschen
31. Hans im Glück
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Hans im Glück konnte seinen Umsatz fast verdoppeln auf 86,8 Millionen Euro. Einen Dämpfer gibt der Abschied vom größten Franchisenehmer Patrick Junge, der seine eigenen Kette „Peter Pane“ aufzieht und ein Drittel des Umsatzes mitnimmt. Erfolg bringt das Konzept, edle Burger und Cocktails zu verkaufen. Denn das lockt vor allem weibliche Gäste zwischen 20 und 40 Jahren, für die Hamburger ganz selbstverständlich auf der Speisekarte stehen. Die aktuellen Wachstumspläne sind ambitioniert.

Quelle für alle Zahlen: Fachzeitschrift „Food Service“

30. L’Osteria
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L’Osteria arbeitet sich von Rang 45 auf Rang 30 vor. Bei 13 Eröffnungen wuchs der Umsatz 2015 auf 87,8 Millionen Euro – ein Plus von 57 Prozent. Pizza zieht in angenehmen Ambiente.

15. Joey’s
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Joey’s wächst als größter deutscher Lieferdienst auf 143,5 Millionen Euro. Dennoch verliert das Unternehmen seine Unabhängigkeit: Die Inhaber konnten einem Angebot der US-Kette Domino’s Pizza nicht widerstehen. Die Filialen sollen auf die neue Marke umgeflaggt werden.

11. Vapiano
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Vapiano wächst um gut 15 Millionen Euro auf 190,8 Millionen Euro. Doch Berichte über Probleme bei Zeiterfassung und Frische bremsten das Tempo. Das italienisch inspirierte Konzept arbeitet zudem daran, Schlangen zu verkleinern – etwa durch Bestell-Apps.

10. Edeka
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Dass Edeka Zentrale im Ranking auftaucht, zeigt: Auch bei Bäckern und in Supermärkten wird das Gastronomie- und Snack-Geschäft wichtiger. In die Umsatzzahl von 198 Millionen Euro sind dabei viele Angebote der Kaufleute nicht mal eingerechnet.

9. Ikea
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Ikea wächst ebenfalls bei der Gastronomie – auch dank neuer Angebote wie vegetarischer Bällchen um 13 Millionen auf 204 Millionen Euro. In der ersten City-Filiale in Hamburg-Altona ist die Gastronomie sogar so erfolgreich, dass Ikea bereits am dortigen Bahnhof wirbt. „Bei uns gibt es neben Coffee auch Tische to go“.

8. Aral
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Aral wächst mit Petit Bistro in den Filialen seiner 1137 Franchisenehmer und bringt es auf 212,1 Millionen Euro Umsatz. Der Ölkonzern sorgte für Aufsehen, weil die konzerneigenen Filialen schrittweise auf Rewe to Go umgestellt werden. Das Kölner Handelsunternehmen weitet so die Präsenz seiner Convenience-Linie deutlich aus.

McDonald’s testete etwa gerade einen Bio-Burger. Doch wer die knapp vier Kilometer Autofahrt vom Kongresszentrum zur McDonald’s-Filiale Reeperbahn zurücklegt, fragt sich ernsthaft, ob das Unternehmen jemals gesehen hat, wer da so in den Laden kommt: Es ist nicht das Bioladen-Publikum.

„Bio ist eine wunderbare Sache. Aber die Kunden müssen etwas Geld dabei haben“, hat auch Beeck gemerkt. Deshalb war trotz hohem Aufwand – alle Restaurants mussten zertifiziert werden – nach acht Wochen wieder Schluss mit der Aktion. „Wir schauen, wie wir daraus einen tragfähigen Business-Case entwickeln, und dann sehen wir weiter“, sagte Beeck.

Einfacher haben es einzelne Unternehmer. Sie können ihr selbst entwickeltes Konzept bis in alle Konsequenz durchziehen. In Hamburg berichtete die Düsseldorfer Gründerin Laura Körber, wie sie in ihrem Deli Speisen für Ernährungsbewusste anbietet. „Ich gehöre zu einer Zielgruppe, der das richtige Konzept gefehlt hat“, berichtete sie. Als junge Angestellte in der Modebranche sei sie oft nur zu Snacks gekommen – habe aber selten etwas Passendes gefunden. „Ich wollte Ernährung um fitter zu sein, mehr Leistung zu bringen und mich glücklich zu fühlen“, sagte sie.

Ihre Lösung: „Feelgood Food“: Quinoa-Salate, Sandwiches mit Avocado und Bio-Lachs, eine „Super-Food-Bowl“ als warmes Mittagessen. Dafür zahlen die Düsseldorfer mehr als bei anderen Imbissen: 18 Euro betrage der Durchschnittsrechnung in dem 55 Quadratmeter kleinen „Laura’s Deli“, berichtete die 30-jährige Gründerin.

Trotz solcher Einzelerfolge innerhalb weniger Monate: Wer mit seinem Konzept rasch wachsen will, kommt ohne Partner meist nicht aus. Sogar der etablierte Michael Käfer aus der Münchener Feinkost-Dynastie warb in Hamburg um Unterstützer: Er suche Partner für eine hochwertige Systemgastronomie, ließ er wissen. Interessenten sollten sich bei ihm melden, forderte er.

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