McDonald’s und Subway
Von „Sandwich Artists“ und grauen Hähnchenfetzen

Kein Publikum für den Bio-Burger

McDonald’s testete etwa gerade einen Bio-Burger. Doch wer die knapp vier Kilometer Autofahrt vom Kongresszentrum zur McDonald’s-Filiale Reeperbahn zurücklegt, fragt sich ernsthaft, ob das Unternehmen jemals gesehen hat, wer da so in den Laden kommt: Es ist nicht das Bioladen-Publikum.

„Bio ist eine wunderbare Sache. Aber die Kunden müssen etwas Geld dabei haben“, hat auch Beeck gemerkt. Deshalb war trotz hohem Aufwand – alle Restaurants mussten zertifiziert werden – nach acht Wochen wieder Schluss mit der Aktion. „Wir schauen, wie wir daraus einen tragfähigen Business-Case entwickeln, und dann sehen wir weiter“, sagte Beeck.

Einfacher haben es einzelne Unternehmer. Sie können ihr selbst entwickeltes Konzept bis in alle Konsequenz durchziehen. In Hamburg berichtete die Düsseldorfer Gründerin Laura Körber, wie sie in ihrem Deli Speisen für Ernährungsbewusste anbietet. „Ich gehöre zu einer Zielgruppe, der das richtige Konzept gefehlt hat“, berichtete sie. Als junge Angestellte in der Modebranche sei sie oft nur zu Snacks gekommen – habe aber selten etwas Passendes gefunden. „Ich wollte Ernährung um fitter zu sein, mehr Leistung zu bringen und mich glücklich zu fühlen“, sagte sie.

Ihre Lösung: „Feelgood Food“: Quinoa-Salate, Sandwiches mit Avocado und Bio-Lachs, eine „Super-Food-Bowl“ als warmes Mittagessen. Dafür zahlen die Düsseldorfer mehr als bei anderen Imbissen: 18 Euro betrage der Durchschnittsrechnung in dem 55 Quadratmeter kleinen „Laura’s Deli“, berichtete die 30-jährige Gründerin.

Trotz solcher Einzelerfolge innerhalb weniger Monate: Wer mit seinem Konzept rasch wachsen will, kommt ohne Partner meist nicht aus. Sogar der etablierte Michael Käfer aus der Münchener Feinkost-Dynastie warb in Hamburg um Unterstützer: Er suche Partner für eine hochwertige Systemgastronomie, ließ er wissen. Interessenten sollten sich bei ihm melden, forderte er.

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