McDonald's versucht sich in Mode
Ein anziehender Burger

Weil das Geschäft mit den Burgern nicht mehr so gut läuft, versucht sich der Fast-Food-Riese McDonald's in aggressivem Marketing. Die neuste Idee: eine eigene Modelinie auf Zeit – verziert mit Big Macs.
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DüsseldorfBurger mal anders: Statt auf dem Teller verkauft McDonald's seine Bratlinge nun auch auf Thermounterwäsche, Bettdecken und sogar auf Tapete – allerdings nur gedruckt und nur in Stockholm. Der Fast-Food-Konzern präsentierte sein neusten Marketing-Gag erstmals am Dienstag bei der „McWalk“-Modenschau in der schwedischen Hauptstadt. Es handelt sich nach Konzernangaben um eine limitierte Edition. „Endlich kann dich der Hamburger unter den Hamburgern auch nachts warmhalten“, wirbt McDonald's auf seiner Webseite.

Preislich hat der Burger auf dem Shirt allerdings wenig von den Billig-Brot-mit-Fleisch-Produkten in der gewöhnlichen Filiale: Die Unterwäsche kostet umgerechnet rund 52 Euro, die Bettwäsche knapp 48 Euro. Es sollen nicht die einzigen Stücke der Modelinie bleiben, schon bald sollen auch Regenmäntel, Gummistiefel und Mäntelchen für den Hund zum Verkauf stehen.

Zwar läuft es im Geschäft mit Burgern nicht mehr so gut, doch auf Mode sattelt McDonald's trotzdem nicht um – zumindest vorerst nicht. Die Kollektion soll vielmehr die eigenen Produkte wieder bewerben, die bei den Kunden auch im vergangenen Jahr wieder deutlich an Beliebtheit verloren. Die Aktion ist Teil einer groß angelegten Marketingkampagne namens „I'm lovin it 24“. Der US-Konzern plant dabei 24 Veranstaltungen in 24 Ländern weltweit. Zu dieser Reihe gehört auch die Modenschau in Stockholm. In Los Angeles organisierte das Unternehmen ein kostenloses Konzert des Sängers Neyo, in Sydney stellte McDonald's ein riesiges Bällebad in Form eines Kaffeebechers auf.

Die Burger-Mode ist deshalb auch ausschließlich im schwedischen Big Mac Shop erhältlich. Ob sich McDonald's damit die Liebe seiner Kunden zurückkaufen kann, bleibt aber abzuwarten.

Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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  • Pfui Deibel, sind die Lappen hässlich ;-)

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