Media-Saturn
Metro gewinnt gegen Kellerhals vor dem BGH

Seit Jahren streiten sie sich um die Ausrichtung von Media-Saturn. Doch vor dem Bundesgerichtshof konnte der Handelsriese Metro nun einen wichtigen Sieg gegen Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals verbuchen.

DüsseldorfDer Handelsriese Metro hat im Dauer-Zwist mit Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals einen wichtigen juristischen Erfolg verbucht. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies eine Beschwerde der Kellerhals-Investmentgesellschaft Convergenta im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Beirats bei Europas größter Elektronikhandelskette ab, mit dem Metro die umfassenden Veto-Rechte des Minderheitseigners aushebeln will.

Convergenta wolle nun die Begründung der BGH-Entscheidung prüfen, die ihr am Mittwoch zugegangen sei, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Ein Metro-Sprecher betonte, der Beirat habe „die entscheidenden Weichenstellungen für eine Neuausrichtung des Unternehmens vorangetrieben und Media-Saturn damit wieder auf den Wachstumspfad gebracht“. „Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen“, unterstrich er.

Das Klima zwischen der Düsseldorfer Metro-Zentrale und Kellerhals ist seit Jahren vergiftet, beide Seiten liefern sich auch immer wieder juristische Auseinandersetzungen. Kellerhals witterte angesichts der Einrichtung des Beirats einen „rechtlich unzulässigen Angriff auf Mitbestimmungsrechte“, Metro wolle ihn „enteignen“.

Kellerhals, einer der Gründer der Elektrohandelskette, hält knapp 22 Prozent an Media-Saturn, hat aber umfassende Veto-Rechte. Der Beirat entscheidet anders als der Gesellschafterausschuss, in dem Kellerhals über eine Sperrminorität verfügt, bei Media-Saturn mit einfacher Mehrheit. Einem Schiedsgericht zufolge kann das Gremium unter anderem über Zukäufe und Budgetfragen befinden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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