Medienbericht
Alibaba vertraut beim Börsengang auf die Zahl acht

Schon seit Wochen wird spekuliert, wann Chinas führender Internethändler Alibaba an die Börse geht. Laut einem Medienbericht könnte das Unternehmen den Schritt aufs Parkett schon in wenigen Wochen wagen.
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New York/DüsseldorfEs wäre der größte Tech-Börsengang seit dem IPO des Kurznachrichtendienstes Twitter: Alibaba strebt auf das Handelsparkett von New York. Bereits seit Wochen wird darüber spekuliert, wann der E-Commerce-Riese, der in seiner Heimat China einen Marktanteil von 80 Prozent hat, den Schritt umsetzt. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf informierte Personen beruft, könnte es am 8. August soweit sein. Das Wort „ba“ bedeutet auf Chinesisch „acht“, ähnelt aber auch dem Wort „fa“, das „Glück“ bedeutet – das sei kein Zufall, trage doch auch Alibaba zwei „ba“ im Namen.

Das Unternehmen selbst wollte das potenzielle Datum nicht kommentieren. Der amerikanische Fernsehsender CNBC hatte bereits im Mai unter Berufung auf informierte Personen als Zeitraum für Alibabas Börsendebüt die erste Augustwoche genannt. Der August sei aber nicht in Stein gemeißelt, sagten die informierten Personen gegenüber Bloomberg. Wenn der Markt zu schwach ist, könne man den Termin auch noch auf September verlegen.

Sein vorläufiges Börsenprospekt hatte der Internethändler bereits Anfang Mai vorgelegt. Zu den Konsortialführern zählen neben der Deutschen Bank Credit Suisse, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley und Citigroup. Auch wenn Alibaba bei weitem nicht so bekannt ist wie etwa Facebook, so ist das Unternehmen doch in den vergangenen Jahren rapide gewachsen und erwirtschaftet mittlerweile mehr Geld als die Internet-Handelsgiganten Amazon und eBay zusammen. Alibaba ist der größte Internet-Einzelhandelskonzern der Welt und betreibt in China das wichtigste Online-Auktionshaus Taobao. Der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die vergangenes Jahr insgesamt über die Plattformen gehandelt wurden, überschreitet 248 Milliarden Dollar - das ist mehr als über Amazon und Ebay zusammengenommen verkauft wurden.

Analysten schätzen den Wert des Unternehmens auf 140 bis 150 Milliarden Dollar. Die zwei größten Anteilseigner sind das US-Interneturgestein Yahoo mit 22,6 Prozent und Japans Telekomkonzern Softbank mit 34,4 Prozent. Gründer Jack Ma besitzt 8,9 Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

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