Medienbericht
Emirates will Entschädigung von Airbus

Emirates-Präsident Tim Clark hat die Nase voll: Alle 21 Airbus A380 der Fluggesellschaft müssen wegen Haarrissen an den Tragflächen unplanmäßig in die Werkstatt. Für den Geschäftsausfall soll nun die EADS-Tochter zahlen.
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LondonAuf den europäischen Flugzeugbauer Airbus kommen wegen der Tragflächen-Probleme beim weltgrößten Passagierjet A380 erhebliche Schadensersatzforderungen zu. Allein die Fluggesellschaft Emirates rechnet bis Ende März mit Umsatzausfällen in Höhe von bis zu 90 Millionen Dollar (68 Millionen Euro), weil die Maschinen für Inspektions- und Reparaturarbeiten vorübergehend stillgelegt werden müssen. Für die Verluste werde man Ausgleichszahlungen verlangen, berichte die „Financial Times“ (Freitag) unter Berufung auf Emirates-Chef Tim Clark.

Airbus wollte sich zu den Forderungen am Freitag nicht näher äußern. „Wir verstehen die Unannehmlichkeiten, die wir momentan bei unseren Kunden hervorrufen, und bedauern dies sehr“, kommentierte ein Sprecher in Toulouse. Man arbeite eng mit jeder betroffenen Fluggesellschaft zusammen, um die notwendigen Prüfungen und Arbeiten rasch durchzuführen. „Die Kosten dafür trägt Airbus“, sagte der Sprecher. Details würden aber wie andere Vertragsfragen vertraulich behandelt.

Am Vortag hatte Airbus-Mutterkonzern EADS die Kosten für die Prüf- und Reparaturarbeiten auf insgesamt rund 105 Millionen Euro beziffert. In dieser Summe sind mögliche Schadenersatzzahlungen allerdings nicht enthalten.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte kürzlich einen Flügel-Check für alle Riesenflugzeuge vom Typ Airbus A380 angeordnet. Hintergrund ist die Entdeckung von Rissen in Klammern, die die sogenannten Flügelrippen mit der Außenfläche der Flügel verbinden. Nach Airbus-Angaben stellt der Fehler keine unmittelbare Sicherheitsgefahr dar. Ansonsten hätte die EASA alle Maschinen sofort stilllegen müssen. Dennoch seien die Ausfallzeiten ärgerlich, kommentierte Airbus am Freitag.

Betroffen von den Arbeiten sind neben Emirates Airline auch die Lufthansa sowie die Fluggesellschaften Qantas, China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM. Sie haben insgesamt 68 der A380-Flieger in Betrieb.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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