Medienbericht
Lufthansa baut AUA-Vorstand um

Die Lufthansa baut den Vorstand ihrer defizitären Tochter Austrian Airlines (AUA) um. Laut eines Medienberichts wird Peter Malanik das Führungsteam verlassen. An seine Stelle tritt ein früherer Swiss-Manager.
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FrankfurtDie Lufthansa baut einem Pressebericht zufolge bei ihrer defizitären Tochter Austrian Airlines (AUA) das Führungsteam um. Der langjährige Vorstand Peter Malanik müsse das Unternehmen verlassen, berichtet die „Financial Times Deutschland“ am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dafür heuere AUA-Chef Jaan Albrecht den früheren Swiss-Vorstand Gaudenz Ambühl an. Dieser soll zunächst Geschäftsführer der neuen Flugbetriebsgesellschaft von AUA und Tyrolean und später Vorstand werden. Der Vertrag von Malanik läuft Ende 2012 aus und soll nicht verlängert werden. Die AUA wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die AUA ist für Lufthansa nach dem Verkauf der britischen BMI einer der größten Verlustbringer. Anfang Mai mussten die Österreicher ihr Gewinnziel um ein weiteres Jahr verschieben. Statt wie bislang angekündigt im laufenden Jahr rechne das Unternehmen nun erst 2013 mit einem positiven operativen Ergebnis. Von Januar bis März verbuchte sie trotz eines Passagierrekords ein operatives Minus von 66,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 63,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren die höheren Treibstoffkosten und die im vergangenen Jahr eingeführte Luftverkehrssteuer.

Eigentlich wollte Lufthansa Austrian schon 2011 in die Gewinnzone zurückfliegen - die Wirtschaftskrise und Absatzeinbrüche durch die Atomkatastrophe in Japan und die Unruhen im Nahen Osten haben diese Pläne jedoch durchkreuzt.

Um Austrian endlich auf Kurs zu bringen, hat AUA-Chef Albrecht ein bis zu 260 Millionen Euro schweres Sparprogramm angestoßen. Nach dem Plan des Unternehmen sollen die rund 2.000 betroffenen Piloten und Flugbegleiter nun ab Juli die billigeren Tarifverträge der Regionalflugtochter Tyrolean erhalten. Wer das nicht will, kann das Unternehmen mit einer üppigen Abfindung verlassen - was die Fluggesellschaft im laufenden Jahr teuer zu stehen kommen könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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