Medienbericht
Metro wegen fragwürdigem Holz in der Kritik

Metro ist laut einem Bericht durch einen Holz-Check der Aktionsgemeinschaft Robin Wood gefallen. Viele Produkte trugen kein Nachhaltigkeits-Siegel, andere waren falsch deklariert. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück
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HamburgDer Handelskonzern Metro bietet einem Bericht zufolge trotz einer anders lautenden Selbstverpflichtung weiter Produkte aus Tropenholz ohne das Nachhaltigkeits-Siegel FSC an. Wie der „Spiegel“ am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete, ergab dies eine Untersuchung der Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

Demnach hätten zehn getestete Holzprodukte des Konzerns allesamt Tropenholz enthalten und seien nicht FSC-zertifiziert gewesen. FSC steht für Forest Stewardship Council und zeichnet nachhaltig produziertes Holz aus.

Dem Magazin zufolge stammten die getesteten Hölzer aus Zentral- und Westafrika und stehen fast alle auf der Liste der gefährdeten Arten. 50 bis 90 Prozent der Hölzer in den fraglichen Regionen würden laut Interpol illegal geschlagen. Sechs Produkte seien auch „falsch deklariert“ gewesen. „Die Kontrollen bei der Metro Gruppe sind offensichtlich unzureichend“, sagte Ute Bertrand von Robin Wood dem „Spiegel“.

Der Konzern kann die Vorwürfe „Spiegel“ nach eigenen Angaben nicht nachvollziehen und weist sie zurück. Die Darstellung, Metro sei bei einem „Holz-Marktcheck durchgefallen“, sei „völlig irreführend, da es sich bei den betreffenden Produkten fast ausschließlich um Artikel von Markenherstellern und nicht um Eigenmarkenprodukte“ handele, sagte ein Sprecher der Metro Group. Für die Eigenmarken greife eine umfangreiches Kontrollssystem. Für die Herkunft der Rohstoffe von Markenherstellern könne kein Handelsunternehmen die Verantwortung übernehmen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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