Medienberichte
Mehrwertsteuerbefreiung für Post könnte fallen

Die Deutsche Post muss Medienberichten zufolge offenbar von 2008 an für Kurier-, Express- und Paketdienste Mehrwertsteuer zahlen. Falle die Exklusivlizenz für Briefsendungen und adressierte Kataloge bis 50 Gramm, könne die Vergünstigung in jedem Fall nicht mehr aufrechterhalten werden.

HB BERLIN. Das Wirtschaftsmagazin Euro zitierte am Montag einen Sprecher des Finanzministeriums mit einer entsprechenden Aussage.

Die Bundesregierung beschloss Mitte Mai ein Auslaufen des Monopols zum Ende des kommenden Jahres. Zu einer Aufhebung der Befreiung von der Mehrwertsteuer hatte sie sich positiv geäußert, ohne aber eine konkrete Entscheidung zu fällen. Die Post ist in Deutschland im so genannten Universaldienst von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Davon profitieren auch Sendungen außerhalb des Monopolbereichs. Das Unternehmen hat angekündigt, mögliche Steueraufschläge an die Kunden weiterreichen zu wollen.

Mit der Öffnung des Briefmarktes in Deutschland, der ein Volumen von rund zehn Mrd. Euro hat, und den bis Anfang 2008 ebenfalls liberalisierten Postmärkten in Großbritannien, Niederlanden, Schweden und Finnland würden über 60 Prozent des europäischen Marktvolumens für den Wettbewerb geöffnet. Die Post erzielte im ersten Quartal 2006 knapp 57,4 Prozent ihres Umsatzes von 14,8 Mrd. Euro außerhalb des deutschen Heimatmarktes. Der Konzern geht davon aus, dass der operative Gewinn der Briefsparte durch die vollständige Liberalisierung um zehn bis maximal 20 Prozent sinken könnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%