Medizinische Ernährung
Hauen und Stechen um Danone-Sparte

Mehrere Kandidaten kommen wohl für den Kauf der Danone-Sparte für medizinische Ernährung in Betracht. Es wird ein Milliardenbetrag erwartet. Auch ein deutscher Konzern mischt mit.
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ParisNestlé und Fresenius haben einem Zeitungsbericht zufolge ein Auge auf das Geschäft mit medizinischer Ernährung von Danone geworfen. „Gemäß mehreren Quellen haben vier Kandidaten Interesse an einem Kauf der Division gezeigt, die die französische Gruppe verkauft“, hieß es in einem Bericht der Tageszeitung „Les Echos“. Neben dem Schweizer Nahrungsmittelhersteller und dem deutschen Gesundheitskonzern handle es sich dabei um den schwedischen Finanzinvestor EQT und eine vierte, ungenannte Gesellschaft. Nestlé und Fresenius wollten sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern. Danone und EQT waren vorerst nicht erreichbar.

Reuters hatte im Februar berichtet, dass Danone ein Dossier mit Informationen über die Sparte verschickt habe. Die Franzosen produzieren unter anderem Lebensmittel für Menschen mit schweren Allergien und Nahrung für Patienten mit Magensonden. Danone ist in diesem Bereich in Europa Marktführer und erwirtschaftete in der Sparte 2012 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Der Kaufpreis könne sich auf rund vier Milliarden Euro belaufen.

Für Fresenius wäre der Zukauf die vierte Milliarden-Übernahme innerhalb von drei Jahren. Durch die zahlreichen Zukäufe hat Konzernchef Ulf Schneider das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg zu einem weltweit tätigen Gesundheits-Konglomerat ausgebaut. Die Schweizer Nestlé will von einem reinen Anbieter von Nahrungsmitteln wie Suppen, Kaffee und Schokolade zu einem Hersteller werden, der auch Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen in Programm hat.

Nestlé und Fresenius wollten sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern. Danone und EQT konnten vorerst nicht erreicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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