Mehr Flugzeuge mit niedrigem Verbrauch
Teurer Treibstoff: Iberia spart beim Personal

Mit einem drastischen Sparprogramm will die spanische Fluggesellschaft Iberia in den kommenden drei Jahren die Kosten um bis zu 600 Millionen Euro senken. Ohne solche Einsparungen werde das Unternehmen ab 2008 rote Zahlen schreiben, warnte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Angel Mullor nach spanischen Presseberichten vom Dienstag.

HB MADRID. Iberia wolle für seine 25 000 Beschäftigten im kommenden Jahr die Löhne und Gehälter einfrieren. Für die 156 Manager und Mitglieder der Unternehmensführung sei eine solche Einschränkung bereits in Kraft. Außerdem wolle Iberia verstärkt Flugzeuge mit niedrigerem Treibstoffverbrauch einsetzen.

Iberia hatte im ersten Quartal 2005 einen Verlust von 16,1 Millionen Euro ausgewiesen, 59 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gewerkschaften lehnten die Pläne zu einen Sparprogramm für die Jahre 2006 bis 2008 ab. Sie wiesen darauf hin, dass Iberia 2004 einen Rekordgewinn erwirtschaftet habe.

Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Flugzeugmieten (Ebitdar) - eine wichtige Kenngröße in der Branche - hatte Iberia im ersten Quartal ein Gewinnplus von 45 Prozent auf 169,5 Millionen Euro verbucht. Der Quartalsumsatz war um fünf Prozent auf 1,18 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Die Kosten kletterten indes unter anderem wegen gestiegener Treibstoffpreise stärker als die Erlöse, und zwar um 5,3 Prozent. Allein der Ölpreis stieg nach Firmenangaben im ersten Quartal im Jahresvergleich um 31 Prozent. Dagegen sei Iberia nur zum Teil abgesichert gewesen, erklärte die Gesellschaft.

Für April meldete Iberia einen Rückgang der Passagierzahlen und der Auslastung der Flugzeuge im Vergleich zum Vorjahr. Dafür ist aber überwiegend ein statistischer Effekt verantwortlich. Denn die Osterfeiertage, die viele Spanier für einen Kurzurlaub nutzen, fielen in diesem Jahr bereits in den März, nachdem sie 2004 im April gelegen hatten.

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