Mehr ICE nach Paris und Wien
Deutsche Bahn will in Europa wachsen

Mit neuen Direktverbindungen nach Frankreich, Österreich und Dänemark will die Deutsche Bahn ihren Anteil am europäischen Personenverkehr ausbauen. Das internationale Geschäft wachse deutlich schneller als das im Inland, hieß es. Auf einigen Verbindungen kommt künftig der in Deutschland nicht rentable Diesel-ICE zum Einsatz.

HB FRANKFURT. Mit schnelleren Verbindungen trete die Bahn in Konkurrenz zum europäischen Flugverkehr und werde bei Fahrtzeiten bis zu vier Stunden die Marktführerschaft übernehmen, erklärte der für den Personenverkehr zuständige DB-Vorstand Karl-Friedrich Rausch am Dienstag in Frankfurt.

„Ab Sonntag fahren wir nach Paris das volle Programm“, sagte Rausch zu den ICE/TGV-Verbindungen von Frankfurt und Stuttgart nach Paris. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember sollen fünf ICE- Zugpaare täglich zwischen Frankfurt und Paris mit einer verkürzten Fahrtzeit von 3.49 Stunden unterwegs sein, Stuttgart erhält vier Paare mit dem französischen TGV.

Bis 2012 sollen jährlich 1,5 Millionen Menschen mit der Bahn zwischen den genannten Städten unterwegs sein. Die seit dem Sommer angebotenen Züge seien zu 55 Prozent ausgelastet, womit er sehr zufrieden sei. Zielmarke sei eine Auslastung von 60 Prozent.

Neu sind zudem die Fahrten der im deutschen Personenverkehr nicht rentablen Diesel-ICE von Berlin und Hamburg in die dänischen Städte Kopenhagen und Århus. Hier will die Bahn die Zahl der Reisenden um 30 Prozent auf 330 000 pro Jahr steigern. Zwischen Wien und Frankfurt gibt es künftig in jede Richtung sechs direkte ICE-Verbindungen, von denen je drei von und nach Dortmund laufen. Auch hier strebt die Bahn ein Plus von 30 Prozent auf 2,7 Millionen Passagiere an.

Für den grenzüberschreitenden Verkehr will das Unternehmen den Bau von sieben neuen ICE-Zügen ausschreiben. Die Bahn bietet für die neuen Verbindungen Sonderpreise ab 39 Euro für eine einfache Fahrt.

Wegen der noch fehlenden Liberalisierung im europäischen Personenbahnverkehr biete die DB die internationalen Hochgeschwindigkeitsverbindungen stets in Kooperationen mit den Bahnen der Nachbarländer an, sagte Rausch. Das internationale Geschäft mache bislang acht Prozent des Fernverkehrumsatzes aus und solle in den kommenden Jahren auf einen Anteil von zwölf Prozent steigen.

Wichtiger Schlüssel sei die Vereinfachung der Informationen für die Reisenden. Bis 2009 wolle man die effektive Verknüpfung der Informationssysteme der am „Railteam“ beteiligten europäischen Bahnen schaffen.

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