Mehr Komfort im Urlaub
Skiorte verwöhnen ihre Kunden

Skifahren ist diesen Winter so bequem wie noch nie. Mit perfekt präparierten Abfahrten und aufwendig modernisierten Liften wollen die Wintersportorte die Urlauber in die Berge locken.

MÜNCHEN. „Im Vordergrund steht der Komfort“, sagt Jakob Falkner, Chef der Bergbahnen im Tiroler Skiort Sölden. „Unsere Gäste werden immer anspruchsvoller. Deshalb haben wir 24 Millionen Euro in neue Anlagen investiert“, heißt es im österreichischen Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Die beiden Ferienorte im Salzburger Land haben daher unter anderem drei Lifte gebaut, deren Sessel sich beheizen lassen und damit auch bei schlechtem Wetter für angenehme Wärme sorgen.

Doch damit noch nicht genug: „In den letzten Jahren haben wir über 300 Schneekanonen angeschafft“, betont Christian Kresse, Tourismusdirektor im benachbarten Leogang. Damit seien tip-top präparierte Pisten ohne blanke Stellen bis ins Frühjahr hinein garantiert.

Stolze vier Millionen Euro hat sich St. Anton am Arlberg die künstliche Beschneiung für die gerade begonnene Saison kosten lassen. Dabei haben die Pistenplaner zweieinhalb Kilometer Rohre verlegt, um das Wasser vom Fluss auf die Pisten pumpen zu können. In vier Tagen lässt sich so eine 50 Zentimeter hohe Schneedecke zaubern. Rechnet man die Ausgaben für neue Lifte hinzu, so hat der Tiroler Sportort dieses Jahr 13 Mill. Euro ausgegeben.

Die Investitionsoffensive der Skiorte hat ihren Grund: Es wird immer schwerer, die Menschen in die Alpen zu locken. Söldens Bergbahn-Chef Falkner: „Den Deutschen fehlen die Kinder und den Einwanderern der Bezug zu den Bergen.“ So blieben zuletzt immer öfter die Betten außerhalb der Saisonhöhepunkte zu Weihnachten und an Fasching leer. Vor allem Jugendliche wenden sich vom Wintersport ab. Dies zeigt sich am stärksten in den fallenden Verkaufszahlen von Snowboards. Zudem buchen die Urlauber immer kurzfristiger und kommen nur, wenn Schnee liegt.

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