Mehrere Alternativstandorte zu Frankfurt: Lufthansa Cargo könnte nach Leipzig ziehen

Mehrere Alternativstandorte zu Frankfurt
Lufthansa Cargo könnte nach Leipzig ziehen

Sollte in Frankfurt ein Nachflugverbot erlassen werden, könnte die Deutsche Lufthansa Konsequenzen ziehen. Für die Frachttochter Cargo werden europaweit mehrere Alternativen für eine Verlagerung des Unternehmenssitzes geprüft. Entgegen Medienberichten gibt es nach den Worten eines Sprechers keine Vorentscheidung für einen Umzug nach Leipzig.

HB FRANKFURT. „Leipzig ist eine Möglichkeit unter mehreren in Deutschland und Europa“, sagte Lufthansa Cargo-Sprecher Nils Haupt am Montag in Frankfurt. „Wir schauen uns gegenwärtig in Europa um und prüfen eine kleinere Zahl von Alternativen.“ In mehreren Medienberichten hatte es zuvor geheißen, Lufthansa Cargo erwäge bei einem Nachtflugverbot den Umzug in die sächsische Stadt, nachdem dort der Partner, die Deutsche Post-Tochter DHL, ein neues Frachtzentrum plane. Richtig sei, dass Lufthansa Cargo natürlich demnächst im Gefolge von DHL in Leipzig präsent sei, sagte der Lufthansa Cargo-Sprecher.

„Grundsätzlich ist es aber so, dass wir gern in Frankfurt bleiben wollen. Nur müssen die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Haupt. „Ein Nachtflugverbot würde uns existenziell gefährden. Sechs Stunden ohne Flugbetrieb können wir uns nicht leisten.“ Der Flughafenbetreiber Fraport AG hat mit dem Bau einer weiteren Landebahn auch ein Nachtflugverbot für die Zeit von 23.00 bis 05.00 Uhr beantragt. Dies wurde bisher auch von der hessischen Landesregierung als Voraussetzung für den Ausbau angesehen.

Die Landebahn und das Nachtflugverbot sollen nach bisheriger Planung 2009 in Kraft treten. Der Luftfahrtverband Barig hatte kürzlich ein flexible Regelung gefordert und Einsprüche und Klagen von Fluglinien angekündigt. Bei einem Weggang von Lufthansa Cargo mit entsprechender Verlagerung von Flugkapazitäten würde der Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt seinen bisher größten Frachtkunden verlieren. Lufthansa Cargo beschäftigt in Frankfurt 3500 Mitarbeiter.

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