Mehrheitsaktionär übernimmt
Möbel Walther gibt Einrichtungszentren auf

Der börsennotierte Einrichtungshändler Möbel Walther trennt sich von dem unter eigenem Namen betriebenen Geschäft. Für 31,6 Mill. Euro gehen die Möbel-Walther-Einrichtungszentren an Mehrheitsaktionär Kurt Krieger, wie das im osthessischen Gründau-Lieblos ansässige Unternehmen am gestrigen Dienstag mitteilte.

cs DÜSSELDORF. Krieger, der auch an Möbel Kraft und Höffner beteiligt ist, hält 66 Prozent an der Gesellschaft. Möbel Walther, von der Börse gerade einmal mit 72 Mill. Euro bewertet, behält lediglich die Immobilien und die Möbel-Discountkette Sconto.

Das Geschäft mit den Einrichtungshäusern habe nicht genügend Rendite abgeworfen, um damit weiter zu expandieren, sagte Vorstand Klaus Lasseck dem Handelsblatt. Bei einem Umsatz von 499 Mill. Euro hatte es 2005 gerade einmal für ein Vorsteuerergebnis von zwölf Mill. Euro gereicht. Nun wolle man sich verstärkt auf die Sconto-Billigmärkte konzentrieren, deren Investitionsbedarf deutlich geringer sei.

Mit dem Spin-off verlieren nun offenbar zahlreiche Spekulanten Lust an der Aktie. Im November hatte Krieger für die ausstehenden Stammaktien 13,80 Euro geboten. Mit wenig Erfolg: Die Kurse kletterten auf über 20 Euro. Weil ein erneuter Übernahmeversuch jetzt aber immer unwahrscheinlicher wird, notierte das Papier gestern nur noch bei zwölf Euro – elf Prozent unter dem Kurs des Vortages.

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