Mehrländerbörse
Euronext stärkt durch gute Zahlen ihre Position

Die Mehrländerbörse Euronext hat für das erste Quartal besser als erwartete Zahlen vorgelegt. Ihre Position bei den Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Börse hat sie damit gestärkt. Es stehen jedoch auch noch andere Optionen offen.

HB PARIS. Einem Zeitungsbericht zufolge könnte sich der Betreiber der Aktienbörsen in Amsterdam, Paris, Brüssel und Lissabon sowie der Londoner Derivatebörse Euronext.liffe statt mit dem Frankfurter Börsenbetreiber mit der US-Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) zusammenschließen.

Erst vergangene Woche hatte die Euronext Übernahmeverhandlungen mit der Londoner Börse LSE abgebrochen. Sie hatte damals eine Einigung mit der Deutschen Börse als sinnvolle Option bezeichnet, sich aber gleichzeitig offen für andere Lösungen gezeigt. Es werde auch mit anderen potenziellen Partnern verhandelt um die bestmögliche Transaktion zu Stande zu bringen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf Finanzkreise in ihrer Internet-Ausgabe (Faz.net) berichtete, führte die Euronext informelle Gespräche mit der CME. Die CME sei besonders am Derivategeschäft interessiert.

Seinen Nettogewinn in den ersten drei Monaten 2006 bezifferte der Börsenbetreiber am Dienstag auf 107,1 Millionen Euro nach 45,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) legte 72 Prozent auf 109,8 Millionen Euro zu. Hier profitierte das Unternehmen von einer strikten Kostenkontrolle sowie von hohen Handelsvolumina im Kassa- und Derivatemarkt. Dadurch stieg der Umsatz auf 268,1 von 222,6 Millionen Euro.

Mit dem Nettogewinn übertraf Euronext die Erwartungen von Analysten. Von Reuters befragte Experten hatten hier im Schnitt 88,4 Millionen Euro vorhergesagt. Beim Umsatz und Ebita hatten sie dagegen mit mehr gerechnet. Die Prognose für den Umsatz lag bei 279 Millionen Euro, die für das operative Ergebnis bei 117,1 Millionen Euro. Die operative Gewinnmarge kletterte Euronext zufolge im Quartal auf 40,9 Prozent nach 28,7 Prozent ein Jahr zuvor. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr lieferte das Unternehmen nicht.

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