Melbourne Hafen-Verkauf bringt mehr als sechs Milliarden Euro ein

Mit dem Verkauf des Hafens von Melbourne hat Australien umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro eingenommen. Zu den Käufern zählt ein chinesischer Staatsfonds. Mit dem Geld sollen Schulden abgebaut werden.
Die Käufer zahlten gemeinsam mehr als sechs Milliarden Euro für die Anlage. Quelle: picture-alliance/ dpa
Hafen von Melbourne

Australien hat den Hafen für umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro verkauft.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

SydneyDie Privatisierung des Hafens von Melbourne spült Australien überraschend viel Geld in die Kassen. Eine Investorengruppe unter Beteiligung eines chinesischen Staatsfonds zahlt 9,7 Milliarden australische Dollar (umgerechnet 6,55 Milliarden Euro) für die Anlage, teilte die Regierung des Bundesstaates Victoria mit. Deren Erwartungen wurden damit deutlich übertroffen: Sie hatte nur mit einem Erlös von 5,8 Milliarden australischen Dollar gerechnet.

Zu den Käufern gehört der chinesische Staatsfonds China Investment Corp, dem künftig ein Fünftel das Melbourner Hafens gehören. Auch der australische Staatsfonds The Future Fund und der kanadische Pensionsfonds Ontario Municipal Employees' Retirement System bekommen Anteile in gleicher Höhe. Zu den neuen Eigentümern gehören zudem noch mehrere US-Fonds und eine südkoreanische Pensionskasse. Alle ausländischen Käufer haben bereits von den Aufsichtsbehörden grünes Licht erhalten. Sie leasen die Anlage für zunächst 50 Jahre.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.

In Australien verkaufen die Bundesstaaten und die Zentralregierung gegenwärtig Anlagen im Wert von mehr als 100 Milliarden australischen Dollar. Mit den Einnahmen sollen Schulden abgebaut werden. Im vergangenen Monat hatte Finanzminister Scott Morrison Angebote aus China und Hongkong für den Stromnetzbetreiber Ausgrid mit Hinweis auf die nationale Sicherheit abgelehnt.

Chinas Handelsministerium warnte daraufhin vor „ernsten Folgen für die Bereitschaft chinesischer Unternehmen, in Australien zu investieren“. Beide Länder verhandeln seit Dezember 2015 über ein Freihandelsabkommen.

  • rtr
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