Merlins Vergnügungsimperium
Mehr Lego, mehr Land, mehr Umsatz

Über 50 Millionen Legosteine sind in Florida verbaut: Im größten Legoland-Park der Welt. Für Freizeitparkbetreiber Merlin nicht genug. Das krisensichere Geschäft mit dem Vergnügen soll weiter wachsen. Vor allem in Asien.
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LondonNew York liegt nur wenige Schritte vom Casino-Boulevard in Las Vegas entfernt und der wiederum grenzt unmittelbar an den Raketenstartplatz von Cape Canaveral und an das Weiße Haus. Drumherum tummeln sich Ritter und Drachen, Piraten und Dinosaurier.

Mehr als 50 Millionen Legosteine haben Arbeiter hier im Süden des US-Bundesstaats Florida verbaut – für ein Amerika im Miniaturformat und andere Kulissen. Entstanden ist der weltweit fünfte und bislang größte Legoland-Freizeitpark, der an diesem Wochenende eröffnet wurde.

Für den Betreiber Merlin ist der Park in Florida ein weiterer Schritt, um in Nordamerika Fuß zu fassen. Nach Großbritannien und Deutschland sind die USA bislang der drittgrößte Markt für das Unternehmen. „Wir wollen das US-Geschäft in den nächsten Jahren so ausbauen, dass es die Größe unseres Europa-Geschäfts erreicht“, sagt Merlin-Chef Nick Varney dem Handelsblatt.

Merlin ist das weltweit zweitgrößte Vergnügungsimperium. Im vergangenen Jahr haben 41 Millionen Menschen die gut 70 Attraktionen im Merlin-Reich besucht, darunter Wachsfiguren- und Gruselkabinette („Madame Tussauds“, „Dungeon“), das Riesenrad „London Eye“, die Legoland-Parks und in Deutschland den Heide-Park Soltau. Marktführer Disney kommt nach Angaben des Branchenverbands Themed Entertainment Association auf rund 120 Millionen Besucher pro Jahr.

Merlin hat im vergangenen Jahr gut 800 Millionen Pfund (umgerechnet 915 Millionen Euro) umgesetzt und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 256 Millionen Pfund eingefahren, knapp zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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