Metro kooperiert mit Alibaba

Chinesen kommen leichter an Schogetten

Metro schmiedet eine Online-Allianz mit Alibaba: Die beiden Handelsriesen wollen in China enger zusammenarbeiten. Bürger der Volksrepublik können über einen Internetshop künftig leichter deutsche Artikel kaufen.
Alibaba und Metro prüfen weitere Kooperationsmöglichkeiten. Quelle: Reuters
Metro-Flaggen in Berlin

Alibaba und Metro prüfen weitere Kooperationsmöglichkeiten.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Handelsriese Metro und der Amazon -Konkurrent Alibaba arbeiten künftig in China zusammen. Verbraucher in der Volksrepublik soll der Zugriff auf Produkte aus Deutschland erleichtert werden. Metro eröffnet dafür auf einer Plattform des chinesischen Online-Händlers einen eigenen Internet-Shop, wie die beiden Konzerne am Dienstag mitteilten. Über den Internet-Shop sollen sowohl Eigenmarken-Produkte der Metro als auch Markenartikel aus der Bundesrepublik vertrieben werden.

In einer ersten Phase können die Chinesen aus rund 100 Artikeln wählen – von Schogetten über Lebensmittelkonserven bis hin zu Kosmetikartikeln der Metro-Tochter Real. Metro lagere dazu Waren in der Freihandelszone der chinesischen Metropole Schanghai, Alibaba sorge dann für eine schnelle Zollabfertigung. Metro ist bereits mit über 80 Großmärkten in der Volksrepublik vertreten, die ebenfalls über Online-Angebote verfügen. Die Metro-Aktie setzte sich mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 26,27 Euro an die Spitze im MDax.

„E-Commerce ist einer unserer strategischen Wachstumstreiber in China“, sagte Metro-Chef Olaf Koch. Alibaba wolle Metro helfen, die Nachfrage chinesischer Kunden nach Importprodukten zu bedienen, sagte der neue Alibaba-Chef Daniel Zhang. Beide Firmen wollten zudem europäischen Markenkonzernen bei der Expansion im chinesischen Markt helfen. Die beiden Konzerne prüfen zudem weitere Kooperationsmöglichkeiten. Koch hat sich die Expansion des Handelsriesen im rasant wachsenden Online-Markt auf die Fahnen geschrieben.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

Alibaba hatte beim größten Börsengang aller Zeiten im vergangenen September rund 25 Milliarden Dollar von Investoren eingesammelt. Der Konzern kommt in China auf einen Marktanteil von 80 Prozent. Alibaba mischt mit Töchtern und Beteiligungen auch bei Internet-Netzwerken, Webseiten, Chat- und Kartendiensten sowie klassischen Kaufhäusern mit.

  • rtr
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