Metro-Nachfolgerin Ceconomy baut Dienstleistungsgeschäft aus

Die Metro-Nachfolgerin Ceconomy hat sich die Mehrheit der Anteile an der Deutschen Technikberatung gesichert. Das Ziel: Der Konzern will das Dienstleistungsgeschäft im Elektronikhandel ausbauen.
Kommentieren
Ceconomy soll Nachfolgerin des Düsseldorfer Handelsriesen Metro werden. Dieser will sein Lebensmittelgeschäft um die Großmärkte und die Supermarktkette Real im Sommer abspalten werden. Quelle: dpa
Metro

Ceconomy soll Nachfolgerin des Düsseldorfer Handelsriesen Metro werden. Dieser will sein Lebensmittelgeschäft um die Großmärkte und die Supermarktkette Real im Sommer abspalten werden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Metro-Nachfolgerin Ceconomy will mit einer Übernahme das Dienstleistungsgeschäft rund um den Elektronikhandel ausbauen. Ceconomy sei neuer Hauptgesellschafter der Deutschen Technikberatung, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Ceconomy habe sich die Mehrheit der Anteile gesichert.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Gründer und Geschäftsführer der Deutschen Technikberatung, Till Steinmaier und Emre Akdagcik, blieben an dem Unternehmen beteiligt und setzten ihre Arbeit in der Geschäftsführung fort.

Das geteilte Metro-Reich
Die doppelte Metro
1 von 10

Der Handelskonzern Metro spaltet sich in zwei Teile – einen Händler für Unterhaltungselektronik unter dem neuen Namen Ceconomy mit 22 Milliarden Euro Umsatz und den Bereich Großhandel und Lebensmittel mit einem Umsatz von 37 Milliarden Euro, der weiter unter dem Namen Metro auftritt. Beide neuen Unternehmen werden an der Börse notiert.

Koch bleibt an der Spitze
2 von 10

Die neue Metro wird in ein separates Unternehmen abgespalten, geführt vom bisherigen Vorstandschef Olaf Koch. Er ist bereits seit Januar 2012 Metro-Chef, zuvor war er drei Jahre lang Finanzchef.

Anleger erhalten neue Aktien
3 von 10

Für die neue Metro AG peilt der Konzern eine Börsenbewertung von etwa 7,5 Milliarden Euro an. Jeder bisherige Metro-Aktionär soll jeweils eine Aktie der neuen Metro und der Ceconomy AG erhalten. Die Aktien sind ab Oktober 2016 dividendenberechtigt. Beide neuen Aktiengesellschaften sollen die Kriterien für eine Notierung im MDax erfüllen.

Großhandel und Lebensmittel
4 von 10

Das Ziel im Bereich Großhandel und Lebensmittel ist, bei einem geplanten Wachstum von drei Prozent die Gewinnmarge (Ebitda) stabil bei 4,9 Prozent zu halten – im Handel durchaus ein respektabler Wert. Das Unternehmen ist mit einem Umsatzanteil von 87 Prozent sehr stark auf Europa konzentriert. Problematisch ist auch das Geschäft in Russland und der Türkei, das zwar operativ gut läuft, aber stark unter dem Währungskurs leidet.

Fokus auf den Lieferdienst
5 von 10

Im Großhandel, wo Metro europäischer Marktführer ist, setzt der Händler zunehmend auf den profitableren Lieferdienst und verkleinert die Märkte. Gerade erst hat das Unternehmen die Übernahme des französischen Unternehmens Pro à Pro abgeschlossen, das Lebensmittel an Kantinen und Restaurants liefert. In Asien hat sich Metro vor kurzem mit dem Kauf des Lieferdienstes Classic Fine Foods verstärkt.

Real-Märkte
6 von 10

Die größte Baustelle der neuen Metro ist die Supermarktkette Real. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz erneut flächenbereinigt um 1,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zurück, immerhin konnte im Gegensatz zum Jahr zuvor ein kleiner Gewinn erzielt werden. Hoffnungen setzt das Unternehmen auf das neue Markthallen-Konzept, das erstmals in Krefeld gezeigt wird. Dort ergänzt ein großes Angebot an hochwertiger Gastronomie den Supermarkt.

Peter Haas führt Ceconomy
7 von 10

Die bisherige Metro AG wird in Ceconomy umbenannt. In ihr bleibt unter der Leitung von CEO Pieter Haas im Wesentlichen das Geschäft der beiden Handelsketten Media Markt und Saturn mit mehr als 1000 Märkten in neun europäischen Ländern.

Die neue Ceconomy-Tochter berät Kunden bei Technik-Fragen aller Art – von PC-Problemen über Kaufberatungen bis hin zu Schulungen. Das Start-Up hatte zunächst im Raum Köln begonnen, bietet seine Dienste nun aber in ganz Nordrhein-Westfalen und Berlin an. Weitere Regionen sollen folgen. Ceconomy könnte nun auch neue Servicefunktionen wie Beratung oder Installation anbieten, erklärte Pieter Haas, designierter Ceconomy-Chef.

Ceconomy soll Nachfolgerin des Düsseldorfer Handelsriesen Metro werden. Dieser will sein Lebensmittelgeschäft um die Großmärkte und die Supermarktkette Real im Sommer abspalten werden. Größte Beteiligung der Holding Ceconomy ist Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn. Die Deutsche Technikberatung biete Verbrauchern aber auch dann Leistungen an, wenn sie keine Kunden von MediaMarkt oder Saturn seien, betonte Haas.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Metro-Nachfolgerin: Ceconomy baut Dienstleistungsgeschäft aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%