Metro
Offenbar Klagen gegen Aufspaltung eingereicht

Gegen die Aufspaltung des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro gibt es laut einem Bericht juristischen Widerstand. Ob Rivale Kellerhals hinter den eingereichten Anfechtungsklagen steckt, ist noch ungeklärt.
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DüsseldorfDie Pläne des Handelsriesen Metro zu seiner Aufspaltung stoßen einem Agenturbericht zufolge auf Widerstand. Gegen die Pläne seien vor Gericht Anfechtungsklagen eingereicht worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die Klagen, die nun der Metro noch offiziell zugestellt werden müssen, könnten zur Belastung für die Teilung des Konzerns werden. Ein Metro-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Metro-Chef Olaf Koch hatte dem Düsseldorfer Konzern eine Teilung in einen Elektrohändler rund um Media-Saturn und einen Lebensmittelhändler verordnet. Das Geschäft um die Cash&Carry-Großmärkte und die Supermarktkette Real soll dabei abgespalten werden. Koch will so beide Teile schlagkräftiger machen.

Die Anteilseigner der Metro hatten sich bei einer Hauptversammlung Anfang Februar mit breiter Mehrheit hinter die Pläne gestellt. Media-Saturn soll bei der jetzigen Metro verbleiben und wird Teil einer Holding mit dem Namen Ceconomy. Die Trennung soll im Sommer über die Bühne gehen, beide Gesellschaften sollen dann wie die bisherige Metro im Nebenwerteindex MDax notiert werden.

Media-Saturn-Anteilseigner Erich Kellerhals hatte sich eine Klage gegen die Aufspaltung vorbehalten. Ein Sprecher seiner Investmentgesellschaft Convergenta wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob Kellerhals nun eine Klage eingereicht habe. Kellerhals liefert sich seit Jahren einen Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn mit dem Düsseldorfer Handelskonzern, der die Mehrheit der Media-Saturn-Anteile hält. Seit einiger Zeit versucht der Investor Clemens Vedder, eine Lösung zwischen beiden Seiten zu vermitteln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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