Migranten-Hetze Lego beendet Allianz mit "Daily Mail"

Der dänische Spielzeughersteller Lego wird in der britischen Zeitung «Daily Mail» nicht mehr für seine Bausteine werben. Die Übereinkunft mit der Zeitung sei nach Vorwurf der Migranten- Hetze beendet, hieß es.
Vor dem Weiterverkauf werden die gebrauchten Lego-Steine sortiert und gewaschen. Quelle: dpa
Lego

Vor dem Weiterverkauf werden die gebrauchten Lego-Steine sortiert und gewaschen.

(Foto: dpa)

KopenhagenDer Spielzeughersteller Lego hat seine Kooperation mit der britischen Zeitung "Daily Mail" gestoppt, nachdem eine Online-Kampagne dem Blatt Diskriminierung von Migranten vorgeworfen hat. Der dänische Konzern erklärte am Samstag via Twitter, die Allianz sei beendet und es seien auch keine künftigen Aktionen mehr geplant. Der Zeitung war zuletzt kostenlos Lego-Spielzeug beigelegt. Die Online-Kampagne "Stop Funding Hate" (Beende die Unterstützung von Hass) hatte Lego dafür kritisiert und erklärt, die Daily Mail stelle Migranten negativ dar und habe vor und nach dem Votum der Briten zum EU-Austritt zum Hass angespornt.

Die größten Spielwarenhersteller der Welt
Platz 10: Zapf Creation AG
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Die deutsche Zapf Creation AG aus dem oberfränkischen Rödental ist nach eigenen Angaben Europas größter Puppenhersteller und vertreibt Marken wie die „Baby Born“. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 58,9 Millionen Euro.

Quelle: Unternehmensangaben

Platz 9: Bruder
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Auch Bruder hat sich spezialisiert: Das Fürther Familienunternehmen bietet Spielfahrzeuge im einzigartigen Maßstab 1:16 an. Das Unternehmen ist auch international tätig und unterhält für den nordamerikanischen Markt ein Lager in den USA. 2014 wurde ein Umsatz von 75 Millionen Euro erwirtschaftet.

Platz 8: Steiff
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Der 1877 von Margarete Steiff gegründete Plüschtierhersteller erlebte 2014 eine herbe Niederlage: Der Europäische Gerichtshof entschied, dass der Hersteller keinen Schutz des europaweit bekannten Markenzeichens „Knopf im Ohr“ mehr beanspruchen kann. Einem Knopf im Ohr fehle es schlicht an Unterscheidungskraft. Umsatzwerte von Steiff liegen nur für 2013 vor, in diesem Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 93,27 Millionen Euro.

Platz 7: Schleich
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Das international tätige Unternehmen Schleich aus Schwäbisch Gmünd produziert handbemalte, möglichst originaltreue Hartgummifiguren. 2014 wurde Schleich, das 1986 in Konkurs gegangen war, durch den französischen Investor Ardian für 220 Millionen Euro gekauft. 2013 betrug der Umsatz 106 Millionen Euro.

Platz 6: Ravensburger
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Die international tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in, nun ja, Ravensburg, ist auch heute noch weltweit vor allem durch die Herstellung von Gesellschaftsspielen und Puzzles bekannt. Der Umsatz 2014 betrug 373,2 Millionen Euro.

Platz 5: Playmobil
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Der Systemspielzeughersteller der zur Geobra Brandstätter Stiftung mit Sitz im fränkischen Zirndorf gehört, produziert seit 1974 seine nach dem Kindchen-Schema konstruierten Figuren. Mit seinen ursprünglich „Klickies“ genannten Figuren erwirtschaftete Playmobil 2014 einen Umsatz von 535 Millionen Euro.

Platz 4: Simba-Dickie-Group
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Die Simba-Dickie-Group tätigte 2013 einen prominenten Zukauf: Der Spielwarenhersteller, der sich einst durch einen Zusammenschluss der Unternehmen Simba Toys und Dickie Toys gegründet hatte, kaufte den insolventen Modelleisenbahnhersteller Märklin. 2014 betrug der Umsatz der Unternehmensgruppe 602 Millionen Euro.

Die Kampagne hat nach eigenen Angaben das Ziel, "gegen eine Kultur des Hasses, der Verteufelung und Spaltung vorzugehen, weil dies die politische Diskussion vergiftet". In dem Zusammenhang wurden Werbetreibende aufgefordert, ihre Unterstützung für die "Daily Mail" und auch für die beiden britischen Blätter "Sun" und "Daily Express" zurückzuziehen.
Lego nannte zwar keine Gründe für den Rückzug, erklärte aber, wenn Eltern und Großeltern dem Unternehmen mitteilten, was sie fühlten, dann höre man ihnen aufmerksam zu.
Lego hatte seinen Umsatz in Großbritannien im vergangenen Jahr prozentual zweistellig steigern können. Weltweit setzte der Konzern rund 4,8 Milliarden Euro um.

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