Milchkonzern Molkerei steigt bei chinesischer Konkurrenz ein

Pazifisch-asiatische Vereinigung: Die neuseeländische Mölkerei Fonterra steigt beim chinesischen Konkurrenten Beingmate ein. Nun wollen die Neuseeländer eine eigene Säuglingsnahrung in der Volksrepublik verkaufen.
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Ein Fonterra Milchlaster: Die Neuseeländer expandieren nach China. Quelle: Reuters

Ein Fonterra Milchlaster: Die Neuseeländer expandieren nach China.

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WellingtonDie neuseeländische Molkerei Fonterra steigt bei dem chinesischen Konkurrenzunternehmen Beingmate ein und verschafft sich so einen noch besseren Zugang zum weltweit wichtigsten Markt für Säuglingsnahrung. Fonterra werde für 615 Millionen neuseeländische Dollar (391 Millionen Euro) 20 Prozent der Anteile an Beingmate übernehmen, teilte der Unternehmenschef von Fonterra, Theo Spierings, am Mittwoch mit. Zudem würden beide Unternehmen ein Joint Venture schaffen, damit Fonterra sein Milchpulver der Marke Anmum in China verkaufen könne.

Fonterra ist einer der größten neuseeländischen Exporteure von Milchprodukten. Bislang belieferte Fonterra zwar Hersteller von Säuglingsnahrung, die ihre Ware auch in China verkaufen, vertrieb aber nicht seine eigenen Marken in der Volksrepublik. Im vergangenen Jahr stand Fonterra im Mittelpunkt eines Skandals um mutmaßliche Verunreinigungen von Molkereiprodukten in China, der sich später jedoch als falscher Alarm herausstellte.

Nach einem Skandal um mit Melamin vergiftete Babymilch, an der 2008 mehr als 300.000 Babys erkrankten und in deren Folge sechs von ihnen starben, greifen chinesische Konsumenten verstärkt auf Ware ausländischer Firmen zurück. Der Boom der Importware in China führte im Frühjahr 2013 sogar zu einem Engpass in Deutschland.

  • afp
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