Milchpreis
Rund 10.000 Landwirte wollen Milchmenge reduzieren

In Europa herrscht ein Überangebot an Milch, das die Preise in den Keller gedrückt hat. Rund 10.000 Landwirte wollen deshalb weniger produzieren – und haben dazu Anträge auf EU-Hilfen gestellt.

PassauTausende landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland wollen einem Bericht zufolge vorübergehend weniger Milch produzieren. Rund 10.000 Unternehmen hätten dazu entsprechende Anträge auf EU-Hilfen gestellt, berichtete die „Passauer Neue Presse“ am Dienstag. Bis Ende der Woche würden die Bescheide zugestellt.

Die erste Antragsrunde auf Geld aus dem zweiten EU-Hilfspaket war vor knapp einer Woche zu Ende gegangen. Wer als Landwirt teilnehmen will, muss sich dazu verpflichten, von Oktober bis Dezember weniger Milch zu produzieren als ein Jahr zuvor. Für jeden Liter Milch, den die Milchviehhalter weniger produzieren, bekommen sie 14 Cent Beihilfe.

„Die beantragte Mengenreduzierung ist ein weiterer Beitrag zur Entlastung des Milchmarktes“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) der „Passauer Neuen Presse“. „Kurzfristig muss die Menge runter, damit der Milchpreis wieder steigen kann.“ Dieser ist seit Längerem im Keller, was vielen Bauern große Probleme bereitet. Hintergrund ist ein Überangebot an Milch in Europa.

Schmidt betonte in der „Passauer Neuen Presse“, die Branche müsse sich verändern. „Eine Erholung des Milchpreises darf nicht zur Erlahmung der Reformbemühungen führen.“

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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