Milliarden-Grenze geknackt
Online-Geschäft macht der Bahn viel Freude

Der Ticketverkauf über das Internet wird für die Deutsche Bahn immer wichtiger. Der Konzern erwirtschaftete über diesen Vertriebsweg seit dessen Einführung Ende 1999 bislang eine Milliarde Euro Umsatz.

HB FRANKFURT. Allein im vergangenen Jahr sprangen die Online-Einnahmen um rund 70 Prozent auf 440 Mill. Euro, wie der verantwortliche Bahn-Manager Reinhold Pohl am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Für 2006 werde ein Plus von mindestens 25 Prozent angestrebt. Damit werde dieser Bereich deutlich stärker expandieren als der europäische Online-Reisemarkt mit einer erwarteten Zuwachsrate von 14 Prozent.

Mit den Internet-Angeboten sollen die Vertriebskosten gesenkt werden. Der Ticketverkauf über das Portal www.bahn.de sei mittlerweile der günstigste Vertriebsweg für den Konzern, erläuterte Pohl. Die Erlöse im Fernverkehr wurden 2005 zu 13 Prozent im Online-Geschäft erwirtschaftet, verglichen mit neun Prozent ein Jahr zuvor. Im gesamten Personenverkehr stieg der Internet-Anteil auf acht (Vorjahr: fünf) Prozent. Parallel dazu ging der Beitrag der 450 Reisezentren auf 38 (44) Prozent zurück. Über Automaten wurden 22 (19) Prozent der Umsätze erzielt, über die 3700 Reiseagenturen, die Bahn-Tickets verkaufen, 21 (22) Prozent.

Der Anteil des Onlinevertriebs solle in drei bis fünf Jahren auf 20 bis 25 Prozent gesteigert werden, erläuterte Pohl. Pläne für eine merkliche Reduzierung der Reisezentren gebe es allerdings nicht. Das Problem der Ticketfälschungen beim Internetverkauf schätzt Pohl als gering ein. „Die Missbrauchsquote liegt unter drei Promille“, sagte er.

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