Milliardenkürzung
Deutsche Bahn streicht Gewinnerwartung drastisch

Die Umsatzschwelle von 50 Milliarden Euro wird die Deutsche Bahn wohl erst 2018 erreichen – zwei Jahre später als erwartet. Auch der Gewinn wird weit unter dem bisher geschätzten Niveau liegen. Die Bahn wird vorsichtig.
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BerlinDie Deutsche Bahn streicht ihre Geschäftsplanung wegen rasant steigender Kosten für die Schienennetz-Sanierung um Milliarden-Beträge zusammen. Zwischen 2014 und 2017 erwartet das Staatsunternehmen nun rund 3,7 Milliarden Euro weniger Gewinn als noch vor gut einem Jahr, wie Konzernpapiere zeigen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen. Gekappt wurde die Prognose auch wegen einer skeptischeren Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung bis 2017.

Der Umsatz des Konzerns im selben Zeitraum wird nun um Rund 15 Milliarden Euro niedriger eingeschätzt. Die Bahn wird so die Schwelle von 50 Milliarden Euro Umsatz erst 2018 überschreiten, eigentlich sollte sie sie schon zwei Jahre früher nehmen. Ein Bahn-Sprecher wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

In diesem Jahr will die Bahn ein Betriebsergebnis (Gewinn vor Steuern und Zinsen - Ebit) von 2,2 Milliarden Euro erreichen. 2015 soll es auf 2,55 Milliarden steigen. Bislang hatte die Bahn für das kommenden Jahr mit 3,6 Milliarden Euro kalkuliert.

Zum Teil begründet der Konzern die schwächeren Zahlen mit einer pessimistischeren Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung als zuletzt. Dies trifft zum einen die internationale Logistik-Tochter Schenker (LKW, Schiff, Flugzeug). Beim Schienen-Güterverkehr, der seit längerem nur knapp in den schwarzen Zahlen ist, wird die Ergebnisprognose bis 2017 mehr als halbiert.

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