Millionen-Investitionen: DHL baut das Asiengeschäft aus

Millionen-Investitionen
DHL baut das Asiengeschäft aus

Allein in Asien summieren sich die Investitionen der Post-Tochter DHL mittlerweile auf 1,7 Mrd. US-Dollar. Um das Express- und Logistikgeschäft in den Wachstumsregionen Asiens sowie im Mittleren Osten weiter voranzutreiben, hat Post-Chef Klaus Zumwinkel neue Investitionsprojekte angekündigt. Ein Wettlauf mit den Konkurrenten UPS, Fedex und TNT.

DÜSSELDORF. Mit neuen Millionen-Investitionen will Deutsche Post-Chef Klaus Zumwinkel das Express- und Logistikgeschäft der Tochter DHL in den Wachstumsregionen Asiens sowie im Mittleren Osten ankurbeln. Allein in Asien summieren sich die Investitionen seit 2001 bereits auf 1,7 Mrd. US-Dollar. Auf einer Reise in die Region kündigte Zumwinkel jetzt weitere Investitionsprojekte an. Dabei leistet sich DHL in der Region einen Wettlauf mit den US-Konkurrenten UPS und Fedex sowie der niederländischen TNT. Allein UPS verzeichnete 2006 Wachstumsraten von 14 Prozent bei Umsatz und Ergebnis im internationalen Paketgeschäft.

In den kommenden Jahren werde DHL in China weitere 110 Mill. Dollar investieren, sagte Zumwinkel. Insgesamt habe DHL als Marktführer dort bereits fast eine Mrd. Dollar investiert. In den vergangenen Monaten sei DHL dabei besonders gut vorangekommen. Es erhöhte die Zahl der Express-Niederlassungen von 56 auf 73 und baute für 24 Mill. Dollar ein neues Hauptquartier in Peking. Weitere 35 Mill. Dollar fließen in ein neues Logistikzentrum in Hongkong. Außerdem bekam DHL als erster internationaler Anbieter die Erlaubnis für Frachtflüge innerhalb Chinas. Dazu hat DHL Partnerschaften mit chinesischen Fluggesellschaften geschlossen und baut für 20 Mill. Dollar Standorte aus. TNT setzt dagegen auf den Ausbau des LKW-Transportnetzes in China.

In Japan und Südkorea will Zumwinkel in den kommenden Jahren 165 Mill. Dollar investieren. In Südkorea sollen 75 Mill. Dollar unter anderem in den Ausbau des Frachtzentrums am Flughafen Incheon in der Nähe von Seoul fließen. Incheon soll zu einer der Drehscheiben für Nord-Asien werden. DHL ist bereits seit 1977 in Südkorea und hat dort seit 2001 fast 100 Mill. Dollar investiert.

In Japan will Zumwinkel in den kommenden fünf Jahren 90 Mill. Dollar etwa für den Ausbau eines Verteil-Zentrums am Flughafen Kansai bei Osaka ausgeben. Von 1999 bis 2006 hatte der Konzern bereits 165 Mill. Dollar in Japan investiert und ist an 130 Standorten vertreten.

Als Brücke nach Asien setzt DHL zudem auf den Mittleren Osten. Innerhalb der nächsten Jahre sollen die Logistik- und Expresskapazitäten in Dubai von 85 000 um über 320 000 Quadratmeter Fläche erweitert werden. DHL beschäftigt bereits 10 000 Mitarbeiter in der Region. Die Investition am neuen Riesenflughafen Dubai World Central bezifferte ein Post-Sprecher auf über 100 Mill. Euro.

Am Bonner Post-Tower wird der stärkeren globalen Ausrichtung des Konzerns nun auch optisch Rechnung getragen: Eines der beiden traditionellen Posthorn-Logos ist durch ein DHL-Logo ersetzt worden. DHL ist das internationale Aushängeschild der Post. Unter der Marke DHL erwirtschaftet die Post inzwischen 65 Prozent ihres Umsatzes. Das Posthorn wird weiterhin für den Briefdienst in Deutschland stehen.

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