Millionenangebot
Management will Flughafen Frankfurt-Hahn übernehmen

Der defizitäre Flughafen Frankfurt-Hahn soll privatisiert werden. Nun will die eigene Unternehmensspitze die Mehrheit am Flughafen erwerben - und legt Rheinland-Pfalz und Hessen ein Millionenangebot vor.
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FrankfurtDas Management des Flughafens Frankfurt-Hahn will beim defizitären Airport im Hunsrück das Steuer übernehmen. Die Unternehmensspitze habe den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen angeboten, für 25 Millionen Euro die Mehrheit am ehemaligen US-Fliegerhorst Hahn zu übernehmen, sagte Geschäftsführer Jörg Schumacher am Donnerstag zu Reuters. „Wir hoffen, dass wir bald die Verhandlungen aufnehmen und zu Potte kommen können.“ Fünf von zehn Mitgliedern des Managements hätten ihre Beteiligung an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zugesagt, „die anderen prüfen das noch“. 

Rheinland-Pfalz, das 82,5 Prozent am Flughafen hält, hat angekündigt, Hahn baldmöglichst zu privatisieren. Die übrigen 17,5 Prozent hält das Land Hessen. Der Airport hat 2010 Verluste geschrieben und wird laut Schumacher vermutlich auch das laufende Jahr mit roten Zahlen abschließen. „Wir gehen aber davon aus, dass wir die Gesellschaft schnell profitabel machen können“, sagte er. Details seines Konzepts will der Manager noch nicht nennen, da vieles auch von den Abmachungen mit den Ländern abhänge. Grundsätzlich setzt er aber weiter auf zwei Standbeine: Den Frachtverkehr und Billig-Flieger wie Ryanair , die den Provinz-Airport wegen der vergleichsweise geringen Flughafengebühren ansteuern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Millionenangebot: Management will Flughafen Frankfurt-Hahn übernehmen"

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  • Es hat schon einen Beigeschmack, wenn das von den jetztigen Inhabern bezahlte Management einen Lösungsansatz / Revitalisierungsansatz für den defizitären Konzern hat, aber diesen erst bekanntgeben / umsetzen möchte, wenn sie neue Eigentümer sind!
    Ist es nicht auch ein eindeutiger Zielkonflikt, wenn das Management u.a. für die wirtschaftliche Genesung bezahlt wird, aber der Kaufpreis durch ein jetziges Fehlmanagement weiter gedrückt werden kann? Und davon profitieren dann die jetztigen Manager!

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