Millionenstrafe
Wal-Mart muss für entgangene Mittagspausen büßen

Der größte Einzelhandelskonzern der Welt, Wal-Mart, ist zur Zahlung von 172 Mill. Dollar Entschädigung verdonnert worden, weil er tausenden Mitarbeitern die Mittagspause verweigert hatte.

HB SAN FRANCISCO. Die Entscheidung fällte ein Gericht im kalifornischen Landkreis Alameda am Donnerstag. Das Unternehmen habe ein Gesetz des US-Bundesstaates über Mittagspausen gebrochen. Deshalb müsse es etwa 116 000 ehemalige und noch beschäftigte Mitarbeiter entschädigen. Über die Aufteilung der Summe gab es keine Angaben; gleichmäßig verteilt würde jeder Beschäftigte knapp 1500 Dollar bekommen.

„Besonders hat die Geschworenen beeindruckt, dass wir eine Menge Beweise vorlegten, wonach Wal-Mart in internen Dokumenten vor sieben Jahren selbst Gesetzesbrüche festgestellt hatte“, sagte Anwältin Jessica Grant von der Klageseite. „Statt dieses Problem zu lösen, hat Wal-Mart es vertuscht.“

Der Konzern kündigte an, in Berufung zu gehen. Er habe Fehler in Kalifornien erkannt und diese korrigiert.

Wal-Mart ist laut Anwältin Grant in mehr als 30 Bundesstaaten mit ähnlichen Klagen konfrontiert. Das Unternehmen ist schon mehrmals wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen geraten.

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