Millionenumsätze
Post profitiert von Pin-Pleite

Die Krise des Post-Konkurrenten Pin macht sich allmählich auch in der Kasse des ehemaligen Staatskonzerns bemerkbar. Dies bestätigte ein Sprecher gegenüber der "Frankfurter Rundschau".

HB FRANKFURT. Die Krise des Konkurrenten Pin verschafft der Deutschen Post einem Zeitungsbericht zufolge zusätzliche Umsätze. Aus dem Geschäft mit Kunden, die von Pin zur Post zurückgekehrt seien, fahre der Bonner Konzern zusätzliche Gelder in zweistelliger Millionenhöhe ein, berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Samstag unter Berufung auf einen Post-Sprecher. "Wir haben Kunden zurückgewonnen", sagte der Sprecher dem Blatt. Dabei handele es sich um Unternehmen, aber auch um öffentliche Auftraggeber wie Gerichte und Landratsämter aus dem Münchener Raum. Neue Zusteller habe die Post aber noch nicht eingestellt.

Sieben Pin-Tochterfirmen hatten am Freitag Insolvenz angemeldet, weil sie die Sozialversicherungsbeiträge für ihre Mitarbeiter nicht mehr zahlen konnten. Pin-Mehrheitseigner Axel Springer hatte der Tochter den Geldhahn zugedreht, nachdem der Bundestag einen Mindestlohn für Briefträger beschlossen hatte. Die Zusatzkosten durch den Mindestlohn ließen Pin keine Chance, dem Branchenprimus Post auf Dauer erfolgreich Konkurrenz zu machen, hatte Springer erklärt.

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