Millionenverlust für IAG: Iberia zieht British Airways mit in die Tiefe

Millionenverlust für IAG
Iberia zieht British Airways mit in die Tiefe

Teurer Treibstoff, teure Iberia-Sanierung: Die International Airlines Group schreibt tiefrote Zahlen. Ein Sanierungskurs scheitert derzeit am massiven Widerstand der eigenen Belegschaft.
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LondonDie Bemühungen um die Gesundung der spanischen Fluggesellschaft Iberia sowie hohe Treibstoffkosten haben die International Airlines Group (IAG) 2012 tief in die roten Zahlen gerissen. Unterm Strich stand ein Verlust von 923 Millionen Euro, wie der Mutterkonzern von Iberia und British Airways am Donnerstag in London bekanntgab. 2011 hatte die IAG noch 555 Millionen Euro verdient.

Die roten Zahlen der Spanier im laufenden Geschäft, hohe Abschreibungen, Sanierungskosten und hohe Belastungen bei den Betriebsrenten machten den Erfolg der britischen Sparte mehr als zunichte. Die Dividende soll daher erneut ausfallen.

Zwar wuchs der IAG-Umsatz 2012 um elf Prozent auf 18,1 Milliarden Euro. Insbesondere im lukrativen Langstreckengeschäft über den Atlantik sind die Briten stark aufgestellt. Doch während British Airways im operativen Geschäft 347 Millionen Euro verdiente, lieferte ihre Schwester Iberia einen Betriebsverlust von 351 Millionen Euro ab. In diesen Zahlen sind die immensen Sonderbelastungen noch nicht enthalten.

Das Ergebnis mache deutlich, dass Iberia sich wandeln müsse, um zu bestehen, sagte Konzernchef Willie Walsh. Wegen der anhaltenden Verluste will Iberia rund 3800 ihrer insgesamt 20 000 Arbeitsplätze abbauen. Die Belegschaft wehrt sich mit umfassenden Streiks gegen die Pläne.

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