Minderheitsbeteiligung bleibt bestehen
Legoland geht an Finanzinvestor Blackstone

Der dänische Spielwarenhersteller Lego trennt sich von seinen vier Freizeitparks, einer davon in Deutschland.Käufer ist wie erwartet die US-Investmentgesellschaft Blackstone.

HB BILLUND. Wie beide Seiten am Mittwoch am Lego-Hauptsitz Billund mitteilten, zahlt Blackstone dem mit hohen Verlusten kämpfenden dänischen Konzern 375 Millionen Euro für die Parks. Wie es weiter hieß, bleibt die Lego-Eignerfamilie Kristiansen mit 30 Prozent an der Blackstone-Tochter Merlin Entertainments Group beteiligt. In diese Gruppe sollen die Legoland-Parks eingegliedert werden.

Lego hatte angesichts eines Verlustes von 166,1 Mill. Euro im vergangenen Jahr den Verkauf der vier Freizeitparks Legoland sowie die Verlagerung der Produktion der kleinen bunten Bausteine in Niedriglohnländer angekündigt.

Die vier Legoland-Freizeitparks im dänischen Billund, dem schwäbischen Günzburg sowie im englischen Windsor und im kalifornischen Carlsbad waren bereits aus dem Gesamtunternehmen ausgegliedert worden. Vor allem die drei teuer gebauten Parks im Ausland brachten 2004 Jahr ein Minus von rund 67 Mill. Euro, das zunächst von der Eignerfamilie aus ihrem gigantischen Familienvermögen beglichen werden musste.

Der Kauf von Legoland ist für Blackstone ein weiteres Engagement in der Freizeitbranche nach der Übernahme von Merlin Entertainments Ende Mai. Merlin ist nach Angaben von Blackstone einer der führenden europäischen Betreiber namhafter Touristenattraktionen. Zu der Gruppe gehören die Marken Sea Life, Dungeons, Seal Sanctuary und Earth Explorer. Die Gesellschaft betreibt 28 Touristenattraktionen in acht europäischen Ländern.

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