„Mindestens 33 Millionen Passagiere“
Flughafen München übertrifft Prognosen

Der Flughafen München wird dieses Jahr voraussichtlich erneut stärker wachsen als erwartet. „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens 33 Millionen Passagiere zählen werden“, sagte Airport-Chef Michael Kerkloh im Gespräch mit dem Handelsblatt. Einen anderen deutschen Flughafen hat München somit übertroffen.

MÜNCHEN. Die Bayern in jedem Fall ein Plus von sieben Prozent gegenüber 2006 erreichen, so Kerkloh. Zu Jahresbeginn hatte der Manager lediglich ein Wachstum von vier bis fünf Prozent in Aussicht gestellt.

Deutschlands zweitgrößter Flughafen profitiert einerseits davon, dass die Airlines in München immer größere Maschinen einsetzen. Andererseits werden von der bayerischen Landeshauptstadt aus auch neue Ziele angeflogen. So gibt es jetzt unter anderem Direktverbindungen nach Korea. „Dadurch, dass wir die 30-Millionen-Grenze überschritten haben, wird der Standort auch für Fluggesellschaften interessant, die bisher abgewartet haben“, betonte Kerkloh.

München wächst damit deutlich schneller als Frankfurt. Der führende deutsche Airport erwartet lediglich ein bis zwei Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Allerdings bewegen sich die Hessen auf einem wesentlich höheren Niveau: 2005 zählte der Frankfurter Flughafen knapp 53 Millionen Reisende.

Eine ähnliche Größenordnung wird München nach bisherigen Planungen erst im Jahr 2020 erreichen. Um dahin zu kommen, brauchen die Bayern aber zunächst noch eine neue, dritte Start- und Landebahn. „Es gibt bereits heute erste Fälle, in denen wir Airlines nicht mehr in den von ihnen gewünschten Zeiten unterbringen können“, so Kerkloh. Nächstens, spätestens aber in zwei Jahren müssten die Piloten zu den Stoßzeiten wohl mehr Warteschleifen über München drehen. Deshalb will der Manager bis 2011 die neue Bahn bauen.

Druck bekommt Kerkloh vor allem von seinem wichtigsten Kunden, der Lufthansa. Gemeinsam betreiben die Partner bereits jetzt das 2003 eröffnete Terminal 2, die Lufthansa baut München neben Frankfurt zu ihrem zweiten Drehkreuz aus. 21 Langstreckenmaschinen hat die Kranichlinie derzeit in München stationiert, 2015 sollen es nach Lufthansa-Planungen bereits 45 sein. Ein weiteres Satellitenterminal ist auf dem Vorfeld bereits geplant. Doch Lufthansa-Chef Mayrhuber macht für die Investitionen in München die dritte Bahn zur Voraussetzung.

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