Mindestens 5 000 Arbeitsplätze verloren
Pin-Insolvenz: enttäuschende Zwischenbilanz

Eine Bestandsaufnahme bei der Insolvenz des Briefzustellers Pin verläuft ernüchternd. Erst ein Bruchteil der Arbeitsplätze sind laut dem Insolvenzverwalter erst gesichert, ein Großteil scheint im Gegensatz dazu bereits verloren.

HB FRANKFURT. Beim insolventen Post-Konkurrenten PIN wird nach Einschätzung von Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier mehr als jeder zweite Arbeitsplatz verloren gehen. „Vielleicht werden wir am Ende 5 000 haben, wenn es gut geht“, sagte er dem „Tagesspiegel am Sonntag“ einer Vorabmeldung zufolge. Ursprünglich habe die PIN Group 11 500 Menschen beschäftigt, erst rund 1 800 Arbeitsplätze seien vorerst gesichert. „Dass wir eine erhebliche Anzahl an Arbeitsplätzen verlieren würden, war von Anfang an klar. Dass es so dramatisch würde, nicht“, sagte Ringstmeier.

Der Verlagskonzern Axel Springer hatte PIN nach dem Beschluss zur Einführung eines Mindestlohns für die Zustellbranche Ende 2007 den Geldhahn zugedreht. Seitdem gehen immer mehr PIN-Regionalgesellschaften in Insolvenz. Ringstmeier, einer von zwei Insolvenzverwalter von PIN, gab sich skeptisch, dass eine Übernahme eines möglichst großen Teils von PIN durch einen Wettbewerber noch realistisch sei. „Einige der operativen Gesellschaften sind geschlossen oder aber einzeln verkauft“, sagte er der Zeitung. In Nord- und Westdeutschland habe PIN bereits das ganze Netz verloren. Noch könne es aber eine Lösung geben, aus der ein starker Post-Konkurrent erwachse.

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