Mindestens vier Angebote: Weitere Interessenten für Europcar

Mindestens vier Angebote
Weitere Interessenten für Europcar

Um den zum Verkauf stehenden Autovermieter Europcar haben sich einem Medienbericht zufolge auch der Versicherer Allianz und das Finanzhaus J.P. Morgan beworben.

HB MÜNCHEN. Volkswagen hat mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge mindestens vier Angebote für die zum Verkauf stehenden Europcar erhalten. Einen Börsengang der Autovermiet-Tochter schließt der Autohersteller aber weiter nicht aus.

„Volkswagen ist sehr zufrieden, für den Konzern sind die eingereichten Angebote erfreulich“, sagte eine beteiligte Person am Freitag. „Eine Größenordnung von rund drei Mrd. Euro für den Unternehmenswert ist dabei sicherlich eine realistische Größe.“ Nach Angaben mehrerer mit der Situation vertrauter Personen gehören zu den Bietern der US-Investor Cerberus sowie die Allianz-Beteiligungssparte Allianz Capital Partners (ACP). Auch das Private-Equity-Haus JP Morgan Partners und das Bieter-Duo aus dem Autovermieter Sixt und der Beteiligungsgesellschaft Apax seien mit im Rennen.

Ein Börsengang (IPO) von Europcar sei allerdings nach wie vor nicht vom Tisch, hieß es in den Kreisen. Ein VW-Sprecher wollte sich zu den Angaben nicht äußern. „Es sind weiterhin alle Optionen offen“, sagte er. Sixt, Cerberus und Allianz lehnten ebenfalls Stellungnahmen ab.

Auf ein Angebot verzichtet haben offenbar die Eigentümer des US-Autovermieters Hertz. Das Bündnis der drei Beteiligungsgesellschaften Carlyle, Clayton Dubilier & Rice (CD&R) und Merrill Lynch habe kein Gebot für Europcar vorgelegt, berichteten die „FTD“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Die kartellrechtlichen Probleme seien eine zu große Hürde, da Hertz und Europcar in Deutschland zusammen auf einen Marktanteil von 36 Prozent kämen.

In Branchenkreisen war zuletzt eine Zahl von sieben Interessenten genannt worden. Die Arbeitnehmervertreter bei Europcar lehnen sowohl Sixt als auch Cerberus als Käufer ab und fürchten im Falle einer Übernahme durch einen der beiden die Zerschlagung des Unternehmens sowie Arbeitsplatzverluste in Deutschland.

Die Frist für Gebote für Europcar war am Montag abgelaufen. Der VW-Aufsichtsrat will an diesem Freitag über die Offerten beraten. Nach Angaben aus Branchenkreisen soll aber noch nicht über den Zuschlag entschieden werden.

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