Minus in dreistelliger Millionenhöhe
Deutschland für Wal-Mart Millionengrab

Der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart hat im Rechtsstreit um die Offenlegung seiner Bilanzen in Deutschland eingelenkt und hohe Millionenverluste eingeräumt.

HB HANNOVER. Erste im Bundesanzeiger abgedruckte Zahlen weisen für das Jahr 2000 bei vier SB-Warenhäusern ein Minus von insgesamt 26 Mill. € aus. Hochgerechnet auf alle 92 Warenhäuser ergeben sich Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Der Konzern erklärte die drastischen Einbußen mit Problemen im Warenwirtschaftssystem, Personalkosten und hohen Investitionen. 2004 will das Unternehmen aber wenigstens einen operativ positiven Cash-Flow erreichen. Wal-Mart Germany (Wuppertal) hatte sich jahrelang juristisch gegen die Veröffentlichungspflicht gewehrt. Das Amtsgericht Wuppertal verhängte auf Antrag der Gewerkschaft Verdi gegen Manager und Tochtergesellschaften mehrere Ordnungsgelder.

Der US-Handelsriese (Umsatz über 200 Mrd. €) war 1997 mit ehrgeizigen Plänen in Deutschland gestartet. Dutzende frühere Wertheim- und Interspar-Warenhäuser wurden übernommen, die sich jedoch schnell als Ladenhüter erwiesen. Aus den USA geholte Manager kannten den deutschen Markt zu wenig und unterschätzen vor allem die Marktmacht der Discounter. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von 2,8 Mrd. € kann Wal-Mart Germany mit Aldi (24 Mrd. €) und Lidl (12 Mrd. €) nicht mithalten.

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