Mission Missoni: Luxuslabel-Erbe ist spurlos verschwunden

Mission Missoni
Luxuslabel-Erbe ist spurlos verschwunden

Wenn die Mailänder Modemesse beginnt, wird auch die Edelmarke Missoni ihre neuen Kollektionen präsentieren. Abseits des Rampenlichts spielt sich eine Tragödie ab: Gründersohn Vittorio Missoni ist verschollen.
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Mailand„The show must go on“. Dieses Motto beherzigt auch das für seine bunten Wellenmuster weltbekannte Modeunternehmen Missoni. Vittorio Missoni, der mit seinen Geschwistern Luca und Angela das Unternehmen leitet, wird zwar noch immer in Venezuela gesucht. Aber am Sonntag steht Missoni um 16 Uhr im Kalender der wichtigen Mailänder Modewoche, und danach wird auch nicht gerüttelt.

Auf der Modemesse Pitti in Florenz, die den Schauen in Mailand vorausgeht, galt der längste Applaus in diesen Tagen dem verschollenen Kollegen. „Wir hoffen, dass Vittorio sobald wie möglich zurückkehrt. Vittorio ist eine außergewöhnliche Person“, hatte zuvor der Präsident der Florentiner Messe, Gaetano Marzotto den Modemanager gewürdigt.

Während die Maschinen von Missoni nach der Weihnachtspause schon wieder produzieren und die Vorbereitungen für die Schau am Sonntag auf Hochtouren laufen, bangt die Familie in Sumirago im Norden Mailands und hofft noch immer auf eine Rückkehr.

Auf der Website von Missoni kommt zu sphärisch-rhythmischen Klängen nicht gleich die Diashow mit Schuhen, Kleidern und Strickjacken, sondern ein nüchternes Schreiben der Schwester von Vittorio. „Ich bin in engem Kontakt mit dem Außenministerium“ schreibt Angela Missoni dort und teilt den Fans der Marke mit, dass auch ihr Bruder Luca – ein ausgebildeter Pilot - in Venezuela in die Suche eingebunden ist und bedankt sich für die Anteilnahme. „Wir geben nicht auf“ .

„Mein Vater wird zurückkommen, wir warten auf ihn“, sagt der 28-jährige Sohn des Mode-Unternehmers, Ottavio in einem Interview mit dem Corriere della Sera. „Ich rede nicht mit dem Herzen , sondern mit dem Verstand. Ein Flugzeug kann nicht so verschwinden. Davon kann uns keiner ohne Beweise überzeugen.“, sagt er. „Deshalb bleiben ich und meine Brüder überzeugt, dass etwas passiert sein muss, aber nicht, dass  das Flugzeug ins Meer gestürzt ist“, sagt er.

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„Mit jedem Tag sinken die Hoffnungen“

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