Mit Belebung der Nachfrage wird gerechnet
Lufthansa Technik muss weiter sparen

Mit einer Nachfragebelebung im Jahr 2004 rechnet die Technik-Tochter der Deutschen Lufthansa. Doch wegen des Wettbewerbsdrucks stehen auch in diesem Jahr Einsparungen an.

HB HAMBURG. Nur wenn es gelänge, die Kosteneinsparungen voll umzusetzen, werde bei dem verschärften Wettbewerb das Ergebnis des Vorjahres wieder erreicht, sagte der Vorstandsvorsitzende August Wilhelm Henningsen auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Hamburg. Beim Umsatz werde mit einem Wachstum gerechnet. 2003 war der Bedarf an technischer Instandhaltung von Flugzeugen in Folge des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit Sars gering gewesen und hatte das Ergebnis der Lufthansa Technik gedrückt. „Wir gehen schon davon aus, dass sich die Nachfrage in diesem Jahr wieder belebt“, sagte ein Lufthansa Technik-Sprecher.

Nach den Anschlägen vom 11. September hätten viele Fluglinien einige Maschinen geparkt und deren Triebwerke in Flugzeuge im laufenden Betrieb eingebaut, um Wartungsarbeiten herauszuschieben, erläuterte der Sprecher. Überkapazitäten und Niedrigstpreise von kleineren Anbietern machten auch dem Weltmarktführer zu schaffen. Von den nun anfallenden Wartungsarbeiten erwartet sich Lufthansa Technik in diesem Jahr eine Belebung des Geschäftes. Allerdings werde sich der schwache Dollar noch einmal im Ergebnis niederschlagen. Als technischer Dienstleister bietet Lufthansa Technik neben der Wartung und Überholung von Maschinen auch die Instandhaltung und Reparaturen von Triebwerken und elektrischen Geräten an.

Sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau im Blick

Der extreme Markt- und Wettbewerbsdruck mache weitere Einsparungen unumgänglich, sagte Lufthansa Technik-Chef Henningsen. „Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen wir für unsere deutschen Standorte Wege finden, unsere Produktivität und Flexibilität der Arbeitsorgansaition zu erhöhen.“ Dazu seien Einsparungen bei Sach- und Personalkosten in der Größenordnung von 20 Prozent nötig. Auch der sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau dürfe kein Tabuthema sein, fügte Henningsen hinzu. Allerdings werde es keine betriebsbedingten Kündigungen oder eine Auslagerung von kompletten Bereichen geben, ergänzte der Sprecher. Vielmehr werde versucht, Stellenanzahl durch natürliche Fluktuation oder Altersteilzeit zu reduzieren. Derzeit sind in der Technik-Gruppe mit 17 konsolidierten Gesellschaften weltweit mehr als 18 000 Mitarbeiter beschäftigt.

Auf Grund von Überkapazitäten und Preisdruck war 2003 das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit bei der Lufthansa Technik um 26 Prozent auf 152 Millionen Euro gesunken. Dennoch konnte der Weltmarktführer für Flugzeuginstandhaltung den Umsatz leicht auf 2,85 Milliarden Euro und die Zahl der Kunden auf 458 erhöhen. Lufthansa Technik trägt zehn Prozent zum Umsatz des Mutterkonzerns bei.

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