Mit Metro-Investoren
Kellerhals will Media-Saturn zurückkaufen

Im Ringen um die Elektronikhandelskette Media-Saturn geht der Gründer Erich Kellerhals in die Offensive: Der Minderheitseigner will das Unternehmen mit Investoren zurückkaufen. Es sei alles gründlich durchgerechnet.
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BerlinMinderheitseigner Erich Kellerhals will Media-Saturn mit der Hilfe von Investoren von Metro zurückkaufen. „Wir haben das alles gründlich durchgerechnet und ausgearbeitet“, sagte Kellerhals im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe). „Die Finanzierung ist nicht das Thema, zumal ich auch interessierte Investoren an der Hand habe.“ Gründer Kellerhals hält 22 Prozent an Europas größter Elektronikhandelskette, der Handelskonzern Metro 78 Prozent. Seit Jahren ringen die beiden Seiten um die Macht bei der Kette mit über 56.000 Mitarbeitern, die zuletzt knapp ein Drittel des Metro-Umsatzes erwirtschaftete.

Trotz seiner Minderheitsbeteiligung hat Kellerhals umfassende Veto-Rechte. Metro möchte diese aushebeln. Der Zwist hatte jüngst zum Abgang von Media-Saturn-Chef Horst Norberg geführt. Einer Berufung von Metro-Vorstandsmitglied Dieter Haas erteilte Kellerhals eine Absage. Metro entsandte Haas als Vize-Chef in die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt. Bis zur Ernennung eines neues Chefs leitet er dort nun formal die Geschäfte. Haas habe Media-Saturn vor einem Jahr im Streit verlassen, sagte Kellerhals.

„Angeblich war es ihm nicht mehr zuzumuten, für Media-Saturn zu arbeiten. Wie kann ich da annehmen, dass jetzt seine ganze Loyalität wieder dem Unternehmen Media-Saturn gehören soll, zumal er seinen Vorstandsposten bei der Metro nicht aufgeben will?“ Neben dem Machtkampf belastet auch die Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon und der Preiskampf in der Branche Media-Saturn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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