Mit Übernahme
VTG baut Container-Transporte aus

Der Waggonvermieter VTG baut mit einer milliardenschweren Übernahme sein Geschäft mit Container-Transporten stark aus. Der Markt für Verkehre, bei denen Container auf Zügen transportiert werden, wächst derzeit stark.
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HamburgDer Waggonvermieter VTG baut mit der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten AAE sein Geschäft mit Container-Transporten stark aus. Durch den Zukauf der Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding aus der Schweiz steigt die Flotte des Hamburger Schienenlogistikkonzerns um 30.000 auf 80.000 Waggons. Der Markt für sogenannte kombinierte Verkehre, bei denen Container auf Zügen transportiert werden, wächst derzeit stark. Experten rechnen bis zum Jahr 2030 mit einer Verdoppelung der Verkehrsleistung.

VTG-Chef Heiko Fischer bezifferte den Wert der Übernahme am Dienstag einschließlich Schulden auf gut 1,2 Milliarden Euro. Teil der bereits am Montagabend bekanntgegebenen Transaktion ist eine Sachkapitalerhöhung von etwa 100 Millionen Euro, mit der AAE-Eigner Andreas Goer mit 26 Prozent bei VTG einsteigt. Der Anteil des bisherigen Mehrheitseigners Wilbur Ross sinkt zugleich auf rund 40 Prozent. Dessen Compagnie Européenne de Wagons hält bisher 52 Prozent an VTG, beteiligt sich aber nicht an der Kapitalerhöhung. Mit einem Abschluss der Transaktion rechnet VTG in der ersten Jahreshälfte 2015.

Fischer geht davon aus, dass Ross den Kursanstieg der VTG-Aktie nutzten wird und sich von Anteilen trennt. "Das wäre der nächste logische Schritt", sagte Fischer zu Reuters. Ein höherer Streubesitz würde zudem die Chance zur Rückkehr in den S-Dax erhöhen, wovon sich der Waggonvermieter eine größere Aufmerksamkeit an der Börse erhofft. Am Dienstag gewann die VTG-Aktie fast sechs Prozent an Wert.

AAE mit Sitz in Baar in der Schweiz erzielte zuletzt mit 135 Mitarbeitern einen Umsatz von 200 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn von 150 Millionen Euro. Die Nettoschulden lagen bei knapp 900 Millionen Euro. VTG erwartet im laufenden Jahr einen Konzernumsatz zwischen 800 und 900 Millionen und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) von bis zu 200 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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