Mittlere Preisklasse im Blickwinkel
Hilton drängt in Europas Märkte

Im heftig umworbenen deutschen Hotelmarkt erhöht ein klangvoller Name den Wettbewerbsdruck. Hilton, bislang hier zu Lande nur mit 14 Häusern im Spitzensegment vertreten, will die Mittelklasse erobern.

FRANKFURT. Vorerst gibt es nur ein einziges Hotelprojekt, doch die Gruppe peilt selbstbewusst die Marktführerschaft an und will „in den nächsten Jahren den Hotelpark erheblich erweitern“, sagte Vertriebs- und Marketingvorstand Jürgen Fischer von Hilton International dem Handelsblatt.

Internationale Hotelketten drängen seit Jahren nach Deutschland. „Die Markenhotellerie befindet sich auf dem Vormarsch“, stellte Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland, kürzlich fest. Hintergrund für das erwachte Interesse der Hilton-Gruppe ist die im Februar vollzogene Vereinigung der europäischen und der nordamerikanischen Hilton-Gesellschaften. Für gut fünf Mrd. Euro hatte die US-Firma Hilton Hotels Corporation die britische Hilton Group mit der Marke Hilton International gekauft. Das von dem in der Branche legendären Conrad Hilton 1919 gegründete Hotelimperium war nach finanziellen Problemen 1964 aufgespalten worden.

Seit 1997 hatten beide Zweige wieder eng kooperiert. Heute betreibt das Unternehmen, dessen Markenname in Deutschland laut einer Untersuchung der GfK Gesellschaft für Konsumforschung den mit Abstand höchsten Bekanntheitsgrad in der Beherbergungsbranche hat, weltweit fast 2 800 Hotels – rund 2 300 davon in Nordamerika.

Nun gebe der Konzern die Finanzkraft, um in Europa und in Asien das Geschäft auszubauen, erklärte Fischer. „Wir werden wahrscheinlich mit jeweils zwei Marken aus der amerikanischen Hilton-Familie in die beiden Märkte gehen.“ Zur im Konzern so genannten „Family of Brands“ zählen unter anderem die Marken Conrad, Doubletree, Embassy Suites Hotels, Hampton Inn, Hilton Garden Inn und Waldorf-Astoria Collection.

Für ein erstes Projekt wurden kürzlich die Unterschriften geleistet: Hilton wird als Partner des Immobilien-Investors IVG im geplanten Airrail-Center auf dem Frankfurter Flughafen-Fernbahnhof ab 2009 ein Luxushotel mit knapp 250 Zimmern und zusätzlich ein „Hilton Garden Inn“ in der mittleren Preiskategorie mit über 300 Zimmern betreiben.

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