Mobile Commerce Warum Händler das iPhone lieben

Über das Handy suchen, am Desktop einkaufen? Längst Vergangenheit. Eine Studie zeigt, wie deutsche Onlineshopper ticken, was sie am liebsten über das Smartphone kaufen und um welche Uhrzeit das Tablet ins Spiel kommt.
Kommentieren
Eine junge Frau kauft von unterwegs aus mit ihrem Handy ein. „Mobile Commerce erlebt den Durchbruch“, bestätigt Benedikt Schmaus, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Strategy & aus dem PWC-Netzwerk. Quelle: Imago/Westend61
Shoppen übers Smartphone

Eine junge Frau kauft von unterwegs aus mit ihrem Handy ein. „Mobile Commerce erlebt den Durchbruch“, bestätigt Benedikt Schmaus, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Strategy & aus dem PWC-Netzwerk.

(Foto: Imago/Westend61)

DüsseldorfStarbucks wurde vom Erfolg buchstäblich überrollt. Die Kaffee-Kette hatte den Mitgliedern ihres Loyalty-Programms „Starbuck Rewards“ in den USA ein Versprechen gegeben. Wenn sie ihren Kaffee Latte nicht nur übers Smartphone vorbestellen, sondern auch direkt online bezahlen, brauchen sie sich nicht in der allgemeinen Schlange anzustellen. Doch den Service nutzten so viele Kunden, dass sich die Schlange direkt zum Barista verlagerte. Nun muss das Unternehmen mit zusätzlichem Personal und verändertem Ladendesign reagieren.

Das Handy ist im Handel endgültig aus der Nische getreten. „Mobile Commerce erlebt den Durchbruch“, bestätigt Benedikt Schmaus, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Strategy & aus dem PWC-Netzwerk. „Der Handel muss sich darauf einstellen, dass es Teil des normalen Kundenverhaltens wird, über das Handy zu kaufen.“

Auch in Deutschland verwenden immer mehr Menschen das Smartphone nicht nur für die Information, sondern kaufen über das Gerät auch ein. Nach einer Studie des Onlinemarketingunternehmens Criteo, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, werden mittlerweile bereits 38 Prozent aller Onlinekäufe über mobile Geräte getätigt. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 32 Prozent.

Zehn Tipps für virenfreies Online-Shopping
Sichere Weihnachten
1 von 14

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten - doch Online-Geschenkeshopper bleiben cool. Bis wenige Stunden vor Heiligabend können Geschenke im Web bestellt werden. Trotz aller Bequemlichkeit sollten Internetnutzer aber vorsichtig sein, um sich vor Malware, Ransomware oder sonstigen Angriffen im Netz zu schützen. Der Internet Security Spezialist BullGuard gibt zehn Tipps für sicheres Geschenke-Shopping im Netz.

1. Öffentliches WLAN meiden
2 von 14

WLAN-Netze, die öffentlich zugänglich sind, sollten nicht für Online-Shopping genutzt werden – das gilt nicht nur vor Weihnachten. Sie sind in der Regel unverschlüsselt, sodass praktisch jeder über dieses Netz private Daten wie Logins oder Kontoinformationen abgreifen kann.

2. Computer, Smartphone und Tablet schützen
3 von 14

Sicheres Online-Shopping geht nur mit einem sicheren Computer - bestenfalls dem eigenen. Der PC, aber auch das Smartphone oder Tablet, das für die Einkäufe genutzt wird, sollte mit dem aktuellsten Viren-, Phishing- und Spamschutz ausgestattet sein. So ist gewährleistet, dass Passwörter und Kontodaten nicht ausspioniert werden. Updates des Betriebssystems und der Sicherheitssoftware sollten schnellstmöglich installiert werden, um vom neusten Schutz zu profitieren.

3. Nur bei seriösen Anbietern kaufen
4 von 14

Der erste Blick auf die Website des Anbieters vermittelt bereits einen guten Eindruck von seiner Seriosität: Ist das Design übersichtlich oder werden Informationen verschleiert? Gibt es Rechtschreibfehler? Zudem ist ein Blick auf das Impressum Pflicht: Ist eine Adresse und eine Telefonnummer angegeben, über die notfalls Kontakt aufgenommen werden kann? Im Zweifel oder vor größeren Anschaffungen ist es ratsam, die Kontaktdaten und die Antwortzeit des Händlers zu testen. Darüber hinaus helfen die offiziellen Gütesiegel von TÜV Safer Shopping, Datenschutz Cert, Trusted Shops oder das EHI-Siegel.

4. Community befragen
5 von 14

Um herauszufinden, ob eine Bestellung bei einem Anbieter guten Gewissens getätigt werden kann, ist eine kurze Online-Recherche ratsam: Einfach nach dem Namen des Händlers in Verbindung mit den Worten „Kritik“ oder „Kundenmeinung“ suchen und Ergebnisse prüfen. Auch ein eingehender Blick auf Empfehlungsportale ist aufschlussreich.

5. So wenige Daten wie möglich angeben
6 von 14

Bei der Anmeldung in einem Online-Shop oder vor einer Bestellung werden Kunden um allerlei Informationen gebeten – von Adresse über Geburtsdatum bis hin zum Kontodaten. Käufer sollten jedoch immer nur so viele Daten von sich preisgeben, wie für die Bestellung notwendig sind. Einmal veröffentlichte Daten sind nicht nur schwer einzufangen; oft herrscht keinerlei Transparenz darüber, was mit den Informationen geschieht. Spezielle Software unterstützt Internetnutzer dabei, ihre Identität online zu schützen.

6. Kreditkarte nutzen
7 von 14

Für die Bezahlung sollten Käufer wenn möglich eine Kreditkarte nutzen. Kreditkartenunternehmen unterstützen ihre Kunden mit diversen Sicherheitsmechanismen, falls Betrüger versuchen, die Kontodaten für kriminelle Zwecke zu nutzen. So wird zum Beispiel die Auszahlung an unseriöse Empfänger verhindert. In besonderen Fällen können Zahlungen sogar wieder zurückgezogen werden.

Speziell das Handy wird immer mehr zum Shoppingkanal. Während die Käufe über das Tablet stagniert haben, ist der Anteil des Smartphones am gesamten E-Commerce innerhalb nur eines Jahres um 38 Prozent gestiegen.

Bei einigen Internethändlern werden die PC-Nutzer sogar schon langsam zur Minderheit. Beispiel Zalando: Im vergangenen Jahr besuchten nach Angaben des Berliner Unternehmens bis zu zwei Drittel der Kunden den Onlineshop von einem Smartphone oder einem Tablet-Computer aus. Nicht alle diese Kunden kauften tatsächlich ein. Aber immerhin mehr als 50 Prozent wählten Schuhe, Jacken oder Röcke mit ihrem mobilen Endgerät aus. „Mobile ist kein Zukunftstrend, sondern heute tägliche Realität“, sagt Moritz Hau, Deutschland-Chef von Zalando.

Zugleich geben die Deutschen bei Käufen über das Handy immer mehr aus. Lag der durchschnittliche Kaufbetrag bei einem Einkauf über das Smartphone vor einem Jahr noch bei 80 Euro, hat er sich im zweiten Halbjahr 2016 schon auf 85 Euro erhöht. Damit nähert er sich dem Durchschnittseinkauf über den Desktop-Computer immer mehr an, der bei 100 Euro liegt. Höher liegt der durchschnittliche Bestellwert noch mit 104 Euro beim Kauf über das Tablet, ist aber von 107 Euro im vergangenen Jahr zurückgegangen.

Die Grenzen zwischen den Kanälen verschwimmen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Mobile Commerce - Warum Händler das iPhone lieben

0 Kommentare zu "Mobile Commerce: Warum Händler das iPhone lieben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%