"Mobiler Postservice" ersetzt viele Filialen
Deutsche Post schließt 1 000 Filialen

Die Deutsche Post baut ihr Filialnetz um. Bis Ende des kommenden Jahres will Post-Chef Klaus Zumwinkel 1 000 Filialen vor allem im ländlichen Raum schließen, davon noch 600 in diesem Jahr.

HB DÜSSELDORF. Sie sollen aber durch einen „Mobilen Postservice“ ersetzt werden. Heute zählt die Post noch rund 13 000 Filialen, davon rund 6 000 so genannte Partnerfilialen, beispielsweise in Einzelhandelsgeschäften.

Gleichzeitig werden die Filialen der Deutschen Post zum 1. Januar 2005 in eine eigene Gesellschaft, die Deutsche Post Retail GmbH ausgegründet. Davon verspricht sich die Post eine stärkere Ergebnisorientierung. Doch werden auch innerbetriebliche Strukturen bereinigt. Die Filialen lagen bislang formal in der Verantwortung der Postbank. Nun wird aus dem Filialnetz ein separates Vertriebsunternehmen für den gesamten Post-Konzern.

Ziel der Umgestaltung sei eine Straffung des Filialnetzes, sagte ein Post-Sprecher. Unwirtschaftliche Standorte werden geschlossen und künftig durch den mobilen Postservice des Zustellers ersetzt. Untersuchungen hätten ergeben, dass in Orten mit weniger als 5 000 Einwohnern nur etwa ein Fünftel ihre Postfiliale häufiger als einmal pro Monat aufsuchen. Im Durchschnitt gehen danach mehr als 50 Prozent der Kunden alle zwei bis drei Monate oder seltener in eine Postfiliale.

Wegen der bereits seit längerer Zeit angekündigten Schließungen hat es zahlreiche Proteste von Landes- und Kommunalpolitikern gegeben, die sich um die postalische Versorgung ihrer Region sorgen. In Rheinland-Pfalz blieben von 307 nur noch 62 Filialen übrig, monierte Hannelore Klamm, postpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, im SWR. Damit sei eine flächendeckende Versorgung nicht mehr gegeben. Übrig blieben privat betriebene Postagenturen und der mobile Postservice. In kleineren Orten müssten die Bewohner aber erst „ein Kärtchen schicken“ damit der Briefträger kommt.

„Wir werden allen gesetzlichen Auflagen ohne Wenn und Aber nachkommen“, stellte der Post-Sprecher klar. Bundesweit werde die Post künftig mindestens 12 000 Filialen betreiben. In allen zusammenhängend bebauten Wohngebieten mit mehr als 2 000 Einwohnern werde es eine Filiale geben, so der Sprecher. Darüber hinaus stelle der mobile Postservice das postalische Angebot auch im ländlichen Raum flächendeckend sicher.

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