Modalitäten der Privatisierung sind noch völlig offen
Deutsche Bahn will Europas Champion werden

Hartmut Mehdorn setzt auf Expansion. „Dort, wo wir können, greifen wir zu“, ließ der Bahn-Chef kürzlich wissen. Erheblichen Rückenwind für seine Strategie erhofft sich Mehdorn von der für Mitte des kommenden Jahres angestrebten Teilprivatisierung seines Unternehmens.

BERLIN. Denn die soll frisches Geld in die Kassen des Konzerns spülen. Mehdorn drückte das kürzlich so aus: Die Bahn gehe davon aus, dass von dem Erlös der Privatisierung „eine Scheibe“ bei ihr bleibe, um die finanzielle Situation für künftige Investitionen zu stärken.

An Investitionen führt aus Sicht des Bahn-Chefs kein Weg vorbei. Tatsächlich ist das europaweite Schienengeschäft derzeit heftig in Bewegung. Bereits am 1. Januar 2007 öffneten sich die Schienen in der Europäischen Union für den grenzenlosen Güterverkehr. 2010 folgt der Personenverkehr. Derzeit stecken die Unternehmen ihre Claims ab. Mehdorn reklamiert das größte Stück des Kuchens für sich: „Wir werden der europäische Champion sein“, sagt der Bahn-Chef selbstbewusst.

Ein besonderes Augenmerk legt Mehdorn dabei auf den Güterverkehr, wo der europäische Wettbewerb gut vorankommt. Im Jahr 2000 habe der Güterverkehr noch 20 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen, jetzt liege der Anteil bei über 50 Prozent. Und die Bahn geht davon aus, dass sich die Kurve weiter nach oben bewegt.

Aber es geht Mehdorn nicht nur um den Güterverkehr. Er träumt auch von einer europatauglichen ICE-Flotte und will der französischen Staatsbahn SNCF in diesem Bereich Paroli bieten.

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