Modebranche: Familienstreitigkeiten machten Wöhrl zu schaffen

Modebranche
Textilkette Wöhrl rechnet bald mit Investoren

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Familienstreitigkeiten machten Wöhrl zu schaffen

Außerdem ist die Frequenz in den Innenstädten, insbesondere in den sogenannten Mittelzentren, von Jahr zu Jahr gesunken. Außerdem leiden Häuser wie Wöhrl unter der wachsenden Konkurrenz der Zaras, Mangos & Primarks dieser Welt. Darüber hinaus machen ihnen die Rabattschlachten der Modebranche das Leben schwer. Sie beginnen immer früher und werden mit immer größeren Prozentsätzen geführt.

Hinzu kamen bei Wöhrl hausgemachte Probleme wie Familienstreitigkeiten. So waren sich die beiden Söhne von Firmengründer Rudolf Wöhrl häufig bei der Geschäftsstrategie und der Personalpolitik nicht einig. Zunächst waren beide Junioren, Gerhard und Hans Rudolf Wöhrl, Gesellschafter der Textilhäuser. Doch 2011 verkaufte Hans Rudolf Wöhrl, der seit 1974 neun Fluglinien gründete und sanierte, seinen 30-Prozent-Anteil an seinen Bruder. Olivier Wöhrl, Sohn des Eigentümers Gerhard Wöhrl, trat 2012 als Vorstandschef an. Der gelernte Maschinenbauingenieur, der seine Karriere beim Autozulieferer Mahle startete, konnte das Familienunternehmen aber nicht mehr auf Erfolgskurs bringen.

Jetzt soll ein neuer Investor, dem die Familie Wöhrl auch die Mehrheit zugestehen will, die langfristige Existenz der Häuser sichern. Und wie will sich Wöhrl gegenüber Primark, H&M sowie „Massimo Dutti” profilieren? „Ich bin überzeugt davon, dass die Mitte im Markt eine Zukunft hat”, sagte Vorstandschef Mach.

Er setzt auf Kunden, die eine ordentliche Qualität wollen, die sie nicht weder bei den Billiganbietern noch den anderen großen Filialisten finden. „Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit deutschen Modeherstellern, wollen unser Angebot verjüngen und neue Marken aufnehmen”, kündigte Mach an. Immerhin: Im Oktober und November lag der Umsatz trotz Schutzschirmverfahren über dem des Vorjahres.

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