Modebranche Textilkette Wöhrl rechnet bald mit Investoren

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Familienstreitigkeiten machten Wöhrl zu schaffen

Außerdem ist die Frequenz in den Innenstädten, insbesondere in den sogenannten Mittelzentren, von Jahr zu Jahr gesunken. Außerdem leiden Häuser wie Wöhrl unter der wachsenden Konkurrenz der Zaras, Mangos & Primarks dieser Welt. Darüber hinaus machen ihnen die Rabattschlachten der Modebranche das Leben schwer. Sie beginnen immer früher und werden mit immer größeren Prozentsätzen geführt.

Hinzu kamen bei Wöhrl hausgemachte Probleme wie Familienstreitigkeiten. So waren sich die beiden Söhne von Firmengründer Rudolf Wöhrl häufig bei der Geschäftsstrategie und der Personalpolitik nicht einig. Zunächst waren beide Junioren, Gerhard und Hans Rudolf Wöhrl, Gesellschafter der Textilhäuser. Doch 2011 verkaufte Hans Rudolf Wöhrl, der seit 1974 neun Fluglinien gründete und sanierte, seinen 30-Prozent-Anteil an seinen Bruder. Olivier Wöhrl, Sohn des Eigentümers Gerhard Wöhrl, trat 2012 als Vorstandschef an. Der gelernte Maschinenbauingenieur, der seine Karriere beim Autozulieferer Mahle startete, konnte das Familienunternehmen aber nicht mehr auf Erfolgskurs bringen.

Diese Geschäfte werden Sie bald häufiger sehen
CCC
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Insgesamt gibt es 475 Einkaufszentren in Deutschland – und es werden immer mehr. Zu den Shooting Stars in den zwölf Shopping Centern, die im vergangenen Jahr neu in Deutschland eröffneten, gehört CCC. Das polnische Unternehmen ist mit gleich vier Läden vertreten. Das Unternehmen, das in Polen mit hunderten Läden unter verschiedenen Marken erfolgreich ist, bietet Schuhe im Discountstil wie Deichmann an, zum Beispiel in Aquis-Plaza in Aachen und im Werk-Statt Limburg.

Quelle: EHI-Shopping-Center-Report

Reserved
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Mit insgesamt drei Läden startete „Reserved“ in den neuen deutschen Shopping Malls. Das polnische Unternehmen verkauft junge Mode für junge Frauen, unter anderem die Kollektion von Model und Mick-Jagger-Tochter Georgia May Jagger, und ist in etwa vergleichbar mit dem viel größeren Konzern H&M aus Schweden. Im Einkaufszentrum „Minto“ in Mönchengladbach, das mit einem hochwertigeren Angebot punkten will, belegt „Reserved“ gleich zwei Etagen.

Fynch-Hatton
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Die Marke hört sich very british an, kommt aber aus Mönchengladbach. Das Label ist nach dem britischen Abenteurer Denys Finch-Hatton benannt. Bisher verkaufte das Unternehmen seine hochwertige Herrenkleidung für junge Männer ab etwa 30 Jahren vor allem in sogenannten Shop-in-shops bei seinen Handelspartnern. Jetzt wagt sich „Fynch-Hatton“ mit zwei eigenen Läden in große Einkaufsmeilen wie in das „Minto“ in Mönchengladbach.

Quelle: Minto.de

Chisu
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Der Textilhändler aus Ransbach-Baumbach in Rheinland-Pfalz importiert Designermode aus Italien und Frankreich. Er will sich mit wöchentlich wechselnden Kollektionen von der Masse im Modemarkt abheben. Das erst 2006 gegründete deutsche Unternehmen setzt auf ein Franchise-Konzept und hat ehrgeizige Ziele: Es will bis 2021 mit etwa 450 Chisu-Boutiquen mehr als 110 Millionen Euro umsetzen, zum Beispiel im Forum Hanau.

Sergent Major
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Die französische Kindermodemarke „Sergent Major“ ist im vergangenen Jahr in zwei neuen Einkaufsmeilen gestartet – unter anderem im Einkaufszentrum Neuer Markt in Neumarkt/Oberpfalz. Sie wirbt mit detailreicher und fantasievoller Mode für ganz junge Kunden. Das Unternehmen setzte 2014 nach Angaben des Fachmagazins Textilwirtschaft 2014 mit 550 Verkaufspunkten rund 215 Millionen Euro um.

Superdry
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Die britische Marke mit dem japanischen Touch hat große Expansionsziele. CEO Euan Sutherland will vor allem in Deutschland stark wachsen – der zweitwichtigste Markt nach dem Heimatmarkt Großbritannien. Superdry ist eine junge Marke, erst zwölf Jahre alt, und setzt auf ein schnörkelloses Design für Freizeitmode, das stark an den japanischen Purismus erinnert. Sie ist gleich in drei der neuen Shoppingcenter vertreten, zum Beispiel im „Minto“ in Mönchengladbach. Und folgende bekannten Label wachsen weiter...

Orsay
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Das Unternehmen, vor 40 Jahren in Baden-Württemberg gegründet, gehört zur französischen Mulliez-Gruppe. Es verkauft Mode für junge Frauen in 26 Ländern Europas und expandiert weiter. Es hat in sechs der neuen Shopping-Center neue Läden eröffnet, wie in der Holsten-Galerie in Neumünster.

Jetzt soll ein neuer Investor, dem die Familie Wöhrl auch die Mehrheit zugestehen will, die langfristige Existenz der Häuser sichern. Und wie will sich Wöhrl gegenüber Primark, H&M sowie „Massimo Dutti” profilieren? „Ich bin überzeugt davon, dass die Mitte im Markt eine Zukunft hat”, sagte Vorstandschef Mach.

Er setzt auf Kunden, die eine ordentliche Qualität wollen, die sie nicht weder bei den Billiganbietern noch den anderen großen Filialisten finden. „Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit deutschen Modeherstellern, wollen unser Angebot verjüngen und neue Marken aufnehmen”, kündigte Mach an. Immerhin: Im Oktober und November lag der Umsatz trotz Schutzschirmverfahren über dem des Vorjahres.

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