Modehaus
Sieben Bieter für Versace-Anteile

Um das Geschäft in Übersee finanzieren zu können, will das bisher ganz in Familienhand befindliche Modehaus Versace Anteile an Investoren verkaufen. Vor allem Asien haben die Modeschöpfer als Wachstumsmarkt im Blick.
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MailandMindestens sieben Interessenten sind offenbar im Rennen um eine Beteiligung am italienischen Modehaus Versace. Mit diesen Kandidaten werde der Bieterprozess geführt, sagten mit den Verkaufsplänen vertraute Personen am Freitag. Dazu zählten der italienische Staatsfonds FSI, die Investmentgesellschaft Investcorp aus Bahrain sowie die Finanzinvestoren Permira, Ardian, KKR, Clessidra und Blackstone.

FSI, Ardian, Clessidra und Blackstone wollten sich nicht dazu äußern. Bei Investcorp, Permira und KKR war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen. Verace will bis Jahresende einen Minderheitsinvestor finden. Verkauft werden sollen 15 bis 20 Prozent des Konzerns. Mit den Einnahmen will Versace sein weiteres Wachstum in Übersee, vor allem in Asien, finanzieren. Am Ende dieses Weges könnte dann auch ein Börsengang stehen.

Versace, dessen Kleider von Stars wie Lady Gaga und Madonna getragen werden, wird derzeit komplett von der gleichnamigen Familie kontrolliert. Designerin Donatella Versace hält eine Beteiligung von einem Fünftel, ihr Bruder Santo ist im Besitz von 30 Prozent, während Donatellas Tochter Allegra den Löwenanteil hält.

Das Unternehmen ist angesichts des Einbruchs auf dem Heimatmarkt ähnlich wie Konkurrent Prada auf Wachstum im Ausland angewiesen. Bisher waren italienische Luxusanbieter wie Giorgio Armani, Roberto Cavalli, Missoni und Ermenegildo Zegna traditionell zurückhaltend, was die Beteiligung von Investoren angeht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Modehaus: Sieben Bieter für Versace-Anteile"

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  • O-Ton Handelsblatt
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    Länder wollen neuen NPD-Verbotsantrag einreichen
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    In einem Rechtsstaat hätte ein solcher Antrag keinerlei Aussicht auf Erfolg.

    In einem Unrechtsstaat, in dem das Bundesvefassungsbruchgericht nach Bedarf neue Rechtsdoktrinen erfindet um eine Vereinbarkeit von Sondergesetzen mit dem Grundgesetz herbeizuphantasieren ist aber alles möglich.

    +++

    O-Ton Oliver Stock
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    Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen.
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    Sicher ist aus diesem Grund die Kommentarfunktion im entsprechenden Artikel abgeschaltet.

    Selten so gelacht.

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