Modehersteller: Hugo Boss investiert in eigene Geschäfte

Modehersteller
Hugo Boss investiert in eigene Geschäfte

Der Modekonzern Hugo Boss investiert massiv ins Filialnetz – die eigenen Geschäfte brummen. Die Expansion drückt jedoch den Gewinn des Bekleidungsherstellers deutlich.
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StuttgartDer Ausbau des eigenen Ladennetzes hat beim Modehersteller Hugo Boss zu Jahresbeginn den Gewinn deutlich gedrückt. In den Monaten Januar bis März verdiente der schwäbische Bekleidungshersteller vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen mit 133 Millionen Euro zehn Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie Hugo Boss am Donnerstag in Metzingen mitteilte. Die um Sondereffekte bereinigte Marge sank deutlich um 2,2 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent. Auch der Umsatz bröckelte im Auftaktquartal. Für das Geschäftsjahr 2013 strebt Hugo Boss unverändert Bestmarken beim Gewinn und bei den Erlösen an.

Im ersten Quartal schrumpften die Erlöse weltweit um zwei Prozent auf knapp 594 Millionen Euro, da vor allem in Europa – dem mit Abstand größten Absatzmarkt – die Geschäfte schlechter liefen. Hier fiel der Umsatz um fünf Prozent, während Hugo Boss auf dem amerikanischen Kontinent sechs Prozent mehr umsetzte. „In den ersten Monaten des neuen Jahres war das Marktumfeld sehr herausfordernd“, fasste Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs zusammen. Im zweiten Quartal werde Hugo Boss den „Wachstumskurs“ wieder aufnehmen.

Am Jahresende soll der Umsatz um einen hohen einstelligen Prozentsatz über dem Rekordjahr 2012 liegen, Wechselkurseffekte bleiben bei dieser Prognose außen vor. Das operative Ergebnis soll - ohne Berücksichtigung von Sondereffekten - im selben Tempo wie die Erlöse zulegen.

Zu Jahresbeginn verdoppelten sich die Investitionen auf 31 Millionen Euro, da der mit Herrenmode großgewordene Bekleidungshersteller nahe Stuttgart ein neues Warenlager hochzieht und viel Geld in den Ausbau des eigenen Filialnetzes steckte. Von mehr eigenen Läden verspricht sich Hugo Boss mittelfristig höhere Erträge, da die Umsätze hier höher sind als im angestammten Großhandelsgeschäft. Zudem lassen sich der Warenumschlag und die Preise besser steuern.

Von Reuters befragte Analysten hatten dem Konzern mehr zugetraut. Sie hatten in den Monaten Januar bis März einen leichten Umsatzanstieg auf 611 Millionen Euro und trotz der höheren Investitionen einen Gewinnanstieg erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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