Modeindustrie
Insolvenzverwalter sieht Chancen für Escada

Hoffnung für die 2 300 Mitarbeiter von Escada: Der vorläufige Insolvenzverwalter, Christian Gerloff, sieht Chancen, das Unternehmen fortzuführen.

HB MÜNCHEN. Am Freitagmorgen erklärte Gerloff in München: "Mein erster Eindruck ist, dass die Escada AG sehr gut auf das Insolvenzverfahren vorbereitet ist. Diese sorgfältige Vorbereitung trägt dazu bei, dass aus heutiger Sicht Chancen für eine Betriebsfortführung bestehen." Dies habe Gerloff auch den Mitarbeitern gesagt, erklärte ein Sprecher von Insolvenzverwalter und Unternehmen.

Gerloff hatte seine Arbeit am Donnerstagnachmittag aufgenommen. Das Amtsgericht München hatte ihn nach dem Insolvenzantrag der ehemals größten Damenmodemarke der Welt bestellt. Der erste Eindruck sei positiv gewesen, sagte der Sprecher. Wie eine Fortführung laufen könne, sei aber noch offen. Jetzt müsse Gerloff mit seinem Team in die Details gehen. "Das geht bei einem Unternehmen in der Größenordnung von Escada aber nicht an einem Nachmittag."

Der Geschäftsbetrieb laufe normal weiter, betonte der Sprecher. Die Kunden könnten weiterhin in den Läden Escada-Mode kaufen. Auch für die Beschäftigten gehe die Arbeit weiter. Die Mitarbeiter in Deutschland bekommen Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.

Escada hat weltweit rund 2 300 Mitarbeiter, 600 davon in Deutschland. Das Unternehmen hatte am Donnerstag Insolvenzantrag gestellt, nachdem ein Rettungsplan für den Konzern zusammengebrochen war.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%