Modekette
Adler wächst dank Ü-40-Mode

Während die Branche unter den Wetterkapriolen leidet, legt die Modekette weiter zu – besonders dank der wachsenden Gruppe der über 45-jährigen Käufer. Dieser Trend soll sich auch 2014 fortsetzen – auch durch Expansionen.
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DüsseldorfDie Modekette Adler hat bei etwas langsamerem Wachstum einen Gewinnsprung gemacht. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im vergangenen Jahr 18,6 Millionen Euro. Das sind gut 84 Prozent mehr als 2012, wie Adler am Donnerstag in Haibach bei Aschaffenburg mitteilte. Dabei profitierte der Konzern von einem Einmaleffekt - doch auch ohne diesen hätte noch ein sattes Plus in den Büchern gestanden. „Es war in allen Belangen ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr“, sagte Finanzvorstand Karsten Odemann.

Der Umsatz kletterte auf 528,6 Millionen Euro, der Zuwachs fiel mit 4,4 Prozent aber etwas kleiner aus als im Vorjahr. Ein Teil des Anstiegs war auf eine veränderte Bilanzierung von Kundenrabatten zurückzuführen, die dem Unternehmen rechnerisch 3,8 Millionen Euro mehr Umsatz bescherte.

Adler bietet vor allem Alltagsmode für Kunden ab 45 Jahren. Beim Ausbau seines Filialnetzes legte das Unternehmen nach mehreren Jahren starken Wachstums eine Verschnaufpause ein. Zwar kamen 2013 sechs neue Modemärkte hinzu, dafür wurden einige unprofitable Standorte geschlossen - die Zahl der Filialen blieb daher mit 171 fast unverändert. „Wir haben vor, weiter zu wachsen und das Netz von Adler Modemärkte pro Jahr um bis zu zehn Standorte zu erweitern“, kündigte Vorstandschef Lothar Schäfer an.

Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 20,8 Prozent auf 42,9 Millionen Euro. Adler beschäftigt derzeit etwa 4300 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Im Vorjahr war die nordrhein-westfälische Steilmann-Gruppe Hauptaktionär geworden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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