Modekette
H&M hält an Expansionsplänen trotz sinkenden Gewinns fest

H&M steckt in einer schwierigen Phase: Die höheren Rohstoffkosten und die starke Krone machen den Schweden Schwierigkeiten. Immerhin: Die Prognose bleibt bestehen.
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StockholmHöhere Rohstoff- und Energiekosten, eine starke schwedische Krone und steigende Zinsen haben der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) das Quartalsergebnis verhagelt. Dennoch hält der Konzern an seinen Expansionsplänen fest.

H&M hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 einen Vorsteuergewinn von 5,7 Milliarden Kronen (627,2 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das war deutlich weniger als in der Vorjahresperiode, als der Konzern einen Vorsteuergewinn von sieben Milliarden Kronen erzielte. Das Ergebnis lag auch leicht unter den Erwartungen der Analysten. Die Bruttomarge fiel auf 61,7 (65,9) Prozent. Der Umsatz stieg dagegen leicht um zwei Prozent auf 27,2 Milliarden Kronen.

H&M-Chef Karl-Johan Persson gab sich zwar optimistisch über die weitere Geschäftsentwicklung, sprach aber gleichzeitig von einem derzeit schwierigen Umfeld. Die Sparprogramme in vielen Ländern hätten die Kauflaune der Kunden negativ beeinflusst. Außerdem habe die starke schwedische Krone einen negativen Einfluss auf den Gewinn. Trotz der enttäuschenden Zahlen stieg die H&M-Aktie in Stockholm.

An den Expansionszielen will Persson trotz der enttäuschenden Zahlen festhalten: Im zweiten Halbjahr sollen 178 neue Geschäfte eröffnet und 19 geschlossen werden. Im Gesamtjahr 2010/2011 hätte der Konzern dann etwa 250 neue Läden eröffnet. Die meisten Neueröffnungen finden in China, Großbritannien und den USA statt. Deutschland ist mit 385 Geschäften der mit Abstand größte H&M-Markt, gefolgt von den USA (213) und Großbritannien (197).

Erst gestern hatte H&M eine Kooperation mit der italienischen Modedesignerin Donatella Versace bekanntgegeben. Von November an wird ihre Kollektion für Damen und Herren in ausgewählten H&M-Läden erhältlich sein. Vor Versace hatten bereits Karl Lagerfeld, Stella McCartney und Madonna mit H&M zusammengearbeitet.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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