Modekette
New Yorker will an die Börse

Die Modekette New Yorker aus Braunschweig will Europas Branchenführer Hennes & Mauritz aus Schweden sowie Zara aus Spanien Paroli bieten. Dafür plant das Unternehmen auch den Gang an die Börse.

HANNOVER. „Unser Ziel ist es, mittelfristig die Nummer eins für junge Mode in Europa zu werden“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Friedrich Knapp bei der Eröffnung der 450. Filiale in Hannover dem Handelsblatt.

Bis zum Jahr 2008 soll das Filialnetz auf 650 Standorte ausgebaut werden. Der Jahresumsatz soll im gleichen Zeitraum auf eine Milliarde Euro steigen. „Wir wachsen kräftig. Von Januar bis Mai stieg der Umsatz um 24 Prozent“, sagt Knapp. Beim Gewinn bewege sich New Yorker auf dem Niveau von H&M. Die Schweden hatten 2005 eine Gewinnmarge von 15 Prozent erreicht. New Yorker hätte demnach bei einem Umsatz von 790 Mill. Euro Umsatz ein Nettoergebnis von 118 Mill. Euro erzielt.

New Yorker zählt zu den vertikal integrierten Modekonzernen. Die Wertschöpfungskette wird vom Entwurf bis zur Ladentheke komplett beherrscht. Die Produktion übernehmen Lieferanten weltweit. Die Filialen werden ausschließlich mit Eigenmarken bestückt und in Eigenregie betrieben. Ähnlich operieren neben den direkten Konkurrenten in der jungen, preiswerten Mode H&M und Zara (Inditex) noch etwa Deichmann in der Schuhbranche und Ikea im Möbelmarkt.

Um die Expansion weiter voranzutreiben, plant Alleineigentümer Knapp den Börsengang: „Das Konzept ist in Arbeit.“ Sowohl H&M (1974) als auch Zara (2001) hatten sich einst für ihre Expansion Geld vom Kapitalmarkt geholt. Den Einstieg von Finanzinvestoren wie zuletzt bei den Wettbewerbern Tom Tailor aus Hamburg und CBR (Street One, Cecil) aus Hannover schließt Knapp aus: „New Yorker ist und bleibt selbstständig.“

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